Astronauten-Sichtungen,

 oder Houston wir haben kein Problem!

von Werner Walter



     Es wird oftmals vorausgesetzt das ausgebildete Beobachter wie Polizisten, Wissenschaftler und Fluglinien-Piloten sich vor Fehleinschätzungen hüten, da ihre Berufserfahrung und berufliche Ausbildung sie selbst dazu bringt als objektive Beobachter zu dienen und sich vor emotionalen Reaktionen unter Stress zusammennehmen zu können. Aber Ausbildung und Erfahrung bieten keinen wirklichen Schutz oder gar eine garantierte Versicherung gegen Verzerrungen und Fehleinschätzungen die aufgrund von Stress, intensiver Beunruhigung, völlig perplexer Schau auf Dinge die man nie zuvor gesehen hat und nur kurz in Sicht waren. Vorgebliche "UFO"-Sichtungen durch Astronauten waren für die UFO-Gemeinde schon immer von faszinierender Bedeutung. Niemand wird es wundern, wenn über diesen Aspekt in der UFO-Literatur schon viel geschrieben wurde. Vielen Behauptungen und Täuschungsmanövern zum Trotz gibt es tatsächlich nur sehr wenig, was bei Astronauten auf ein umgangreiches oder geheimes Wissen über oder Erfahrungen mit UFOs schließen läßt. Natürlich erleben Weltraumflieger Sichtungen von unidentifizierten fliegenden Objekten im schwarzen Weltall, die im striktesten und eigentliche Sinne des Wortes nicht identifiziert wurden. Doch sie alle haben bis zum heutigen Tag sich dagegen verwahrt, damit "außerirdische Raumfahrzeuge" gemeint zu haben, wenn sie "bogeys" und "targets" meldeten - Erscheinungen die nicht klar zu definieren oder präzise zu beschreiben waren. Der inzwischen verstorbene Deke Slayton, einer der ersten für das Mercury-Programm ausgesuchten Astronauten, verfolgte so 1951 ein scheibenförmiges Objekt über St.Paul/Minnesota, verlor es jedoch nach einiger Zeit aus den Augen in einem Brief an J.A.Hynek teilte er allerdings mit, dass er der Sache "keine große Bedeutung" beimesse. Dieser Fall nur als Beispiel. Astronauten werden aus einer Gruppe bestqualifizierter Testpiloten ausgesondert und erfahrenen eine ganz spezielle Ausbildung mit wissenschaftlichem Background. Hierbei geht es inbesondere darum, Härte zu zeigen und gute Nerven zu besitzen, da das Leben im erdnahen Raum kein Zuckerschlecken ist. Überwältigende Sinneseindrücke fordern einen kühlen Kopf zu bewahren, auch dies muß erst gelernt werden. Entbehrungen im All führen zu seelischem Stress - fehlende Sozialkontakte, Reizarmut (trotz allem) und die Enge des Raumschiffs, was zum "Weltraum-Koller" führen kann. Amerika wollte Siege im Kalten Krieg der Technik. Die ersten Astronauten (die "glorreichen Sieben") waren deswegen Angehörige der USAF und somit Militärflieger, viele NASA-Aktivitäten werden bis heute noch von Militär und Geheimdienst bezahlt, manche Space Shuttle-Mission dient allein militärischen Aufklärungszwecken. Und selbst das Weltraumteleskop Hubble ist quasi die zivile in den fernen Kosmos ausgerichtete Version der erdwärts gerichteten Spionagesatelliten vom Typ »Schlüßelloch«. Daher ist es nicht verwunderlich, wenn Teile oder Aspekte des Weltraumprogramms unter einer besonderen Betrachtungsweise in bestimmten Bereichen der Öffentlichkeit stehen. Tatsache ist, das die Gemini 4- und 5-Missionen mit einem Auftrag des amerikanischen Verteidigungs-Ministeriums ausgestattet waren: die Astronauten sollten die Erde mit speziellen Kameras und besonderen Filmen fotografieren, die man zu Testzwecken den Weltraumhelden mitgab und die Weltraumtüchtigkeit für spätere Satelliten-Spionagemissionen festzustellen. Kameras und Filme unterstanden der Geheimhaltung, der größte Teil der Fotoausbeute dieser Missionen wurde nie veröffentlicht, der Rest künstlich verschmiert, um die eigentliche Bildqualität zu verschleiern. Natürlich sind solche Aktivitäten für UFO-Fans ein Festpaket, da man jetzt leicht der NASA   und ihren Weltraumsoldaten der frühen  Stunde vorwerfen  kann, sie verheimliche UFO-Beweise etc. Ausgerechnet der später in  UFO-Kreisen gefeierte Gordon Cooper hatte auf dem Flug von Gemini 5 im August 1965 Infrarot-Aufnahmen zu machen, wofür man extra Raketenstarts und spezielle Flugzeug-Operationen durchführte, um zu sehen inwiefern die fotografische Ausrüstung diese registrieren würde. Über derartige Aktivitäten wurde von der NASA nie gerne berichtet und es ist noch heute nicht völlig klar, was alles an Bord der NASA-Raumkapseln und -Raumfahrzeuge im Auftrag des Pentagon und der Nachrichtendienste in den ersten zehn Jahren passiert ist.Sicher ist nur, dass das Pentagon einmal anderthalb Milliarden Dollar für ein NASA-Projekt zahlte, bei dem es um "die Untersuchung von natürlichen Phänomenen im Weltraum" ging, "soweit sie von militärischer Bedeutung sein können". Der Glanz und das Drama des bemannten Raumflugs übertrug sich natürlich auch ins UFO-Feld. Genug Raum für Phantasien also und kein Buch zum Thema kommt darum zu erwähnen, das "Astronauten UFOs gesehen haben". Täuschen kann sich jeder, selbst Mondflieger. Selbst Astroanut Michael Collins (der bei der ersten Apollo-Expedition zum Mond dabei war und heute beim Smithsonian Institut in Washington beschäftigt ist) war während seiner Mission mit Gemini 10 im Juli 1966 über Australien einer Venus-Irritation ausgesetzt. Er stand in der offenen Luke, fotografierte Sterne, als er ein UFO sah. "Die Sonne beginnt gerade aufzugeben", gab Collins über Funk zur Bodenleitstelle durch. "Ebenfalls im Osten sehen wir ein extrem helles Licht. Ich glaube es ist zu hell für einen Planeten. Es ist im Norden des Orion. Ist das der Satellit Gemini-8-Agenda?" Niemand konnte ihm dies beantworten und später gestand er ein: "Ich denke, ich wurde vom Planeten Venus zum Narren gehalten." Tatsächlich bestätigten dann Sternkarten die Position der Venus genau dort, wo Collins sein komisches Objekt gesehen hatte - einer der am besten ausgebildeten Himmelsbeobachter auf der Welt (und über ihr) wurde also von der Venus getäuscht. Die Vorsicht gegenüber möglichen Fehlinterpretationen scheint also angebracht, gerade auch weil es für viele UFO-Fans keinen Zufall gibt und sie sich in Horden auf halbgare Darstellungen stürzen. Dennoch gerade auch ein Pro-UFO-Vertreter wie Gordon Cooper aus der Astronauten

Gordon Cooper

(Cordon Cooper)

Gilde sagte: "Das Raumfahrtprogramm läuft vollständig unter den Augen der Öffentlichkeit ab. Es gibt dabei mit´Sicherheit keine Möglichkeit, irgend etwas vorzuenthalten oder zu verbergen." Dies ist von Bedeutung, weil genug UFOlogie-Promoter behaupten, dass den Astronauten bei Funkübertragungen zur Erde "technische" und "medizinische" Kanäle zur Verfügung stünden, über welche UFO-Sichtungen versteckt gemeldet würden.

     Gerne werden UFO-Bücher und Zeitschriften-Artikel auch mit echten NASA-"UFO"-Fotos verziert, so sollen auch bei Gemini XII im November 1966 Fremdobjekte im erdnahen Weltraum bei der Mission fotografiert worden sein. So wurde von Gemini XII während der 3.Erdumkreisung des 11.November 1966 eine Agena-Raketenstufe fotografiert über der angeblich ein Paar UFOs in der Ferne schwebt. Die Lichtpunkte sind aber keinerlei "Objekte", sondern nur Glanzlichtreflektionen der beiden Gemini-Fensterscheiben aufgrund der Sonnenlichtbrechnung an der Agena-Stufe gegenüber. Tags darauf nahm die Gemini-Crew nochmals angeblich ein UFO-Phantom auf. Doch der Umstand und Hintergrund der Aufnahme ist ganz simpel: Astronaut Aldrin hatte gerade die Luke der Kapsel geöffnet um auszusteigen, hierbei trieb ein kleines Stück Plunder mit hinaus und wurde dann auf der Aufnahme zufällig mit aufgezeichnet. Hierbei muß man wissen, dass die Weltraumkameras der Astronauten mit einem Weitwinkelobjektiv ausgestattet waren, die mit einer Schärfentiefe von weniger als zwei Metern bis Unendlich arbeiteten. Alles kleine, was unterhalb des Brennpunktes liegt, zeichnet sich als unscharfer, verschmierter Fleck ab. Es ist eine reine optische Illusion, wonach man hier ein Objekt in großer Ferne sieht, während in Wirklichkeit das Gebilde noch nicht einmal zwei Meter entfernt ist. Dieser Umstand ist bei vielen anderen Astronauten-"UFO"-Fotos ebenso zu berücksichtigen, wenn man sie seriös bewerten will.

     Der nächste Punkt dürfte die meisten UFO-Vertuschungstheorien zu Fall bringen. Die NASA ist eine riesige zivile Organisation, wenngleich sie Verbindungen zum Militär pflegt. Die Vertuschung einer außerirdischen Intervention während eines Teil z.B. während des Apollo-Programms hätten Tausende von Mitarbeitern involviert - die Astronauten, die wir immer als das öffentlich präsentierte "Antlitz" des Programms ansehen, stellen ja nur einen winzigen Teil des gesamten mit den Operationen verbundenen Personalien der NASA dar. Man denke nur an das Geld und den Ruhm für jene, die die klaren Beweise für eine wie auch immer geartete Beziehung Außerirdischer mit dem Raumfahrtprogramm hätten erbringen können - die Versuch wäre einfach zu groß gewesen. Außerdem macht die NASA-Geheimhaltung von außerirdischen Begegnungen keinerlei Sinn, gerade auch weil die Weltraumbehörde laufend um ihr Überleben in der amerikanischen Politik kämpft, weil viele Abgeordnete und Senatoren keinen Sinn in der Raumfahrt sehen und lieber die Budget-Mittel für die NASA streichen würden. Man muß sich nur einmal vorstellen, was geschehen würde, wenn die NASA die Möglichkeit hätte mit einem echten außerirdischen Phänomen der Alien-Natur aufzuwarten. Die ganze Weltöffentlichkeit würde mehr wissen wollen und der US-Kongress wie auch die Washingtoner Administration müßte die NASA mit nie für sie dagewesenen Finanzmitteln ausstatten, um diesen aufregenden Dingen auf den Grund zu gehen. Vergessen wir auch nicht, dass die NASA tatsächlich auch alles versucht, um auf der Alien-Schiene (z.B. dem Mars-Meteoriten ALH84001, SETI oder der neuen Abteilung "Astro-Biologie") PR-mäßig zu fahren und selbst das "Mars-Gesicht" als erstes in Angriff nahm, als eine aktuelle Marssonde den roten Planeten zu kartografieren begann. Jeder UFO-Hinweis wäre doch nützlich für die NASA und daher soetwas wie der "rettende Strohhalm". Aus dieser rein praktischen Sicht sollte die NASA gar kein Interesse daran haben, UFO-"Mysterien" zu unterdrücken, sondern ganz im Gegenteil (wenn es solche Geheimnisse gibt) diese ganz groß herauszubringen. Sieht man den "american way of life" ist es sogar verwunderlich, dass die NASA als Astronauten-Arbeitgeber noch gar nicht auf den PR-Gag kam, einen ihrer Männer entsprechend zu briefen um sich positiv in Sachen UFOs zu äußern... Doch genau diese Leute sind genau jene Menschen, die sagen, sie hätten nie etwas Extraterrestrisches gesehen. Was aber ihre persönlichen Meinungen anbelangt, so gibt es keinen Anhaltspunkt dafür, dass sie kenntnisreicher oder klügen wären als irgend jemand sonst, und angesichts fehlender Beweise kommt ihren Meinungen nicht mehr Gewicht zu als jenen anderer Menschen. Zu guter Letzt sollten wir vielleicht auch immer daran denken, dass die Weltraum-Flieger - ganz zu schweigen von den vielen anderen Mitarbeitern des Raumfahrtprogramms - keine homogene Gruppe sind, sondern sehr unterschiedliche Individuen. Jeder Astronaut kommt mit seinen Erfahrungen auf seine ureigene Art und Weise zurecht (manche auch nicht). Manchen finden den Glauben an Gott, andere suchen die Einsamkeit; wieder andere verfallen dem Alkohol oder Drogen oder wurden auch Mystiker. Und sie haben mehrfach unter Beweis gestellt, dass sie durchaus eine eigene Meinung äußern können, vor allem, wenn sie keine weiteren Arbeitsverpflichtungen oder Karrierezwänge mehr unterliegen. Der einzige logische Grund, weshalb sie ein Wissen über Kontakte mit Außerirdischen oder Beweisen für die Existenz extraterrestrischer Wesen einstimmig in Abrede stellen, ist fast mit Sicherheit der, dass sie die Wahrheit sagen. In der Oktober 1980-Ausgabe des Digest der sowjetischen Presse, Sputnik, griff man das Thema "UFOs aus Kosmonautensicht" auf, nachdem die Zeitschrift Technika-Molodjoshi einmal nachgefragt hatte: Die tollsten Dinge von Fliegenden Untertassen und ihren Besatzungen werden da erzählt. Auf welche unbekannten Erscheinungen sind nun Kosmonauten gestoßen?     

                                    (Georgi Gretschko )                                      

Kann man heute im Ernst von einer möglichen begegnung mit Bewohnern anderer Planeten sprechen? Georgi Beregowoi steuerte im Oktober 1968 vier Tage lange die Sojus-3. Rückblickend erklärte er: "Interessant ist jedoch, dass kein einziger Kosmonaut eine solche Erscheinung zu Gesicht bekommen hat." Georgi Gretschko absolvierte 1975 den ersten 30tägigen Raumflug, zwischen Dezember 1977 und März 1978 war er weitere 96 Tage im Kosmos: "Wenn man in den Kosmos aufbricht, hofft man stets auf Begegnungen mit Unbekanntem. Tatsächlich aber hat das Ungewöhnliche, das man im Kosmos antrifft, nichts mit Teufelswerk von der Art grüner Männlein oder Fliegenden Untertassen zu tun. Es handelt sich im wesentlichen um wissenschaftlich deutbare Phänomene." Jewgeni Chrunow war an Bord der Sojus-5 und unternahm am 15.Januar 1969 einen Ausstieg in den offenen Raum: "Ich habe es nur einmal mit einer unbekannten Erscheinung zu tun bekommen: Nach dem Start war das Raumschiff von einem Schwarm leuchtender Teilchen umgeben. Allerdings hatten bereits viele Kosmonauten vor mir so etwas gesehen. In unseren Berichten erwähnten wir dieses Leuchten, öffentlich wurde die Erscheinung jedoch erstmals von dem USA-Astronauten Glenn diskutiert, deshalb erhielt sie auch die Bezeichnung 'Glenn-Effekt'. Später wurden diese Teilchen 'eingefangen' und erwiesen sich als eindeutig irdischen Ursprungs: Es handelte sich um Partikel, die von der Außenhaut des Raumschiffes abgerieben und ebenfalls zu Erdtrabanten geworden waren." Pjor Klimuk war dreimal im Weltraum (1973,1975 und 1978), sein längster Flug dauerte 63 Tage: "Während eines Fluges bemerkten wir, dass unser Raumschiff von irgendeinem gegenstand begleitet wurde. Er war aus Metall, offenbar künstlichen Ursprungs. Wir zerbrachen uns natürlich den Kopf darüber, doch an Fliegende Untertassen dachten wir nicht. Später zeigte sich, dass es nicht weiter als ein Behälter mit Abfällen war, der sich von unserem Raumschiff gelöst hatte." Vance Brand ist US-Astronaut, der beim legendären Sojus-Apollo-Raumflugunternehmen teilnahm: "Während des Fluges sah ich interessante und zuweilen auch einmalig schöne Dinge, einem unbekannten Flugobjekt bin ich jedoch nicht begegnet." Miroslaw Hermanszewksi aus Polen war Forschungskosmonaut, der vom 25.Juni bis 5.Juli 1978 an einem sowjetischen Raumflug teilnahm: "Ich bin enttäuscht. Uns ist während des Fluges nichts begegnet, was nicht früher schon bekannt gewesen wäre, obgleich ich als Neuling psychologisch auf alle möglichen rätselhaften Erscheinungen vorbereitet war." Georgi Iwanow ist Bulgare, der als Forschungskosmosnaut zur Besatzung der Sojus-33 gehörte, die im April 1979 unterwegs war: "Beim Flug mit Sojus-33 bin ich keinen unbekannten Erscheinungen begegnet." Wladimir Ljachow ist Fliegerkosmonaut der UdSSR gewesen und weilte vom 25.Februar bis 19.August 1979, also 175 Tage, im Orbit: "Was die außerirdischen Wesen und deren Sonden angeht, so weiß ich nicht, was ich dazu sagen soll. Wenn sie sich für die Erde interessierten, so hätten wir innerhalb von 175 Tagen sicherlich irgendwelche Spuren ihrer Anwesenheit oder Tätigkeit entdeckt. Selbst UFOs sind uns nicht begegnet. Wenn man übrigens lange in das Bullage starrt und etwas unbedingt sehen will, dann sieht man es auch! In der Einbildung kann man jedes beliebige Ding in ein UFO verwandeln. So lösen sich beispielsweise von der Außenhaut der Raumstation kleinste Partikel der Isolation. Sie drehen sich im Flug und funkeln im Schatten. Es gehört nicht viel Fantasie dazu, sie für UFOs zu halten, denn wie sollte man die genaue Entfernung bestimmen? Ein Partikel fliegt vielleicht zehn Meter vom Bullauge entfernt vorbei, und man denkt, bis zu ihm sind es zehn Kilometer." Die DDR-Zeitschrift Flieger Revue berichtete in ihrer Ausgabe Nr.5/1979 unter "UFO-Sensationen" auch von dem Fall "UFO" begleiten Salut-4-Station: Pjotr Klimuk und Witali Swestjanow gar neigten während ihres Fluges in "Salut 4" kurzzeitig dazu, an die Existenz Fliegender Untertassen zu glauben. Längere Zeit wurde ihre Raumstation von unbekannten Flugobjekten begleitet. Weder sie noch die Bodenstellen konnten deren Herkunft auf Anhieb identifizieren. Erst nach geraumer Zeit stellte sich heraus, dass es ihre eigenen Müllcontainer waren, die sie uns All geschleust hatten und die dann, von der Sonne angestrahlt, als hell leuchtende Flugobjekte ihre Raumstation begleiteten...

                                                        

                                                                                                      (Salut-4Station)

     Kaum bekannt ist aber das Ergebnis einer Umfrage unter US-Astronauten, die im November 1990 im MUFON UFO Journal vorgestellt wurde. Man hatte sich im Januar 1990 darum bemüht, auf eine Idee von Dr.Brian O'Leary, ehemaliger NASA-Astronaut, einzugehen und alle aktiven und Ex-Astronauten einmal anzuschreiben. MUFON sollte feststellen, ob es im Lager dieser Elite-Flieger
Leute gibt, die bereit wären eine Forderung nach einer US-Kongreß-Untersuchung des UFO-Phänomens selbst nachhaltig zu unterstützen. Leider antwortete keine aktueller Astronaut auf die Anfrage während 11 Ex-Astronauten dies taten und alle für ein klares Nein nach einer Kongreß-UFO-Untersuchung stimmten. O'Leary dagegen erfuhr Kritik durch seine Kollegen, auf so eine Idee überhaupt gekommen zu sein, sie nehmen ihn nicht ernst. So antwortete z.B. Astronaut Stuart A.Roos, dass "O'Leary kein Astronaut in diesem Sinne war, da er nicht mal 50 Meilen über der Erde flog". Astronaut Eugene A.Cernan sagte, das "O'Leary nur kurz dabei war und deswegen nicht dazuzählt" und Walter M.Schirra erklärte, das "O'Leary schon aus der Trainingsgruppe ausschied". Deke Slayton erklärte, dass die "Glaubwürdigkeit des Mannes Null ist". Wie es scheint, hat dies dem Mann schwer zugesetzt und nun sucht er Befriedigung im UFO- und New Age-Lager.

     Interessanter Weise vermerkt auch Dr.Ulrich Walter 1999 in seinem Buch»Zivilisationen im All - Sind wir allein im Universum?« (Spektrum), dass die"UFOs und ETIs kein Thema unter Astronauten" sind. "Meines Wissens glaubtaußer Gordon Cooper niemand von ihnen ernsthaft an ETI-Raumschiffe auf der Erde, und dies war auch nie ein Thema auf den jährlichen Treffen der Association of Space Explorers (ASE), der Vereinigung aller geflogenen Astronauten", weist er auf S.145 aus. Dem gegenüber empfiehlt der D-2-Astronaut den UFO-Gläubigen etwas ganz anderes: Occam´s Razor. Gemäß Occam´s Razor sollten außerirdische Hypothesen nicht angenommen werden, bevor nicht gewöhnliche eliminiert werden können. Denn wenn man einmal Occam´s Razor verwirft, dann ist das Feld offen für jegliche Phantasien, und die können auch schon mal einen gescheiderten Quasi-Astronauten heimsuchen. Vorab angemerkt sollte hier sein, das ein Raumschiff nicht gerade das ideale Fahrzeug ist, um Observationen vorzunehmen. Es läßt sich mit einem geschloßenen Auto ohne Seiten- oder Rückfenster beschreiben. Dazu sind die Raumschiffs-Fenster klein und sie erlauben nur eine recht begrenzte Sicht vorwärts, was man allzuleicht bei dem faszinierenden Blick auf z.B. die Erde darunter vergißt. Wenn also die Astronauten es wünschen nach rechts, links oder nach hinten zu sehen, müßen sie ihr Raumschiff selbst bewegen, aber ein jedes solches Manöver bedeutet unweigerlichen Treibstoff-Verlust, sodass diese Manöver so gut wie nie stattfinden. Selbst das Shuttle gleitet teilweise tagelang nur in der Schwerelosigkeit des Weltraums dahin, ohne wie beim Flugzeug dauernd die Antriebsmotoren zu befeuern, gelegentliche Kurskorrekturen mal ausgenommen. Weiterhin tendieren die Raumschiffs-Fenster dazu, sich mit Gas-Rückständen zu belegen, die durch die Feuerung der dritten Raketenstufe und anderer Quellen frei werden. Diese Verschmutzung verursacht eine Beeinträchtigung der Sicht allein schon durch das Äußere des Fensters, Ablagerungen von z.B. Nahrungsmittelflüßigkeiten finden zudem von Innen heraus statt (so gibt es sogar Flüßigkeitstropfen, die knapp am Fenster innerhalb des Shuttles vorbeisegeln und auf Film aufgenommen, wie UFOs in der Ferne wirken und von UFO Promotern so auch verkauft werden!).

     John Glenn, einer der ersten amerikanischen Astronauten überhaupt, sah während der Mercury-Reihe ein Phänomen, was für ihn "die größte Überraschung auf dem Flug" darstellte. Glenn´s Mercury-Raumschiff bewegte sich in die Dämmerung des Sonnenaufgangs hinein, als der Astronaut einen Schwarm leuchtender Partikel feststellte, die er schnell "Fire-Flies" (Feuerfliegen) nannte: "Diese Partikel waren von einer leuchtenden, gelblich-grünen Farbe. Es ist so, als wenn das Raumschiff in einen Schwarm von Feuerfliegen sich hineinbewegte. Sie waren jeweils von der Helligkeit eines Sterns erster Größe und schienen jeweils in der Größe von einem Stecknadelkopf zu sein. Sie waren nur maximal 3 Meter entfernt und gleichmäßig über den Raum um das Raumschiff verteilt. Sie drifteten quer vor dem Fenster dahin und der Richtung entgegengesetzt, in welcher ich schaute." (¸ In dem hollywoodmäßigen US-Astronauten-Drama-Spielfilm von Warner Brothers, »The Right Stuff - Der Stoff aus dem die Helden sind«,  1983 produziert und 1984 mit vier Oscars ausgezeichnet, ist die Szene übrigens vorgestellt - wobei man in der deutschen Synchronisation den Begriff "Glühwürmchen" wählte. Diesen mehr als 3stündigen Spielfilm um den Rekordflieger Chuck Yeager und die Astronautenanwärter Alan Shepard, John Glenn, Gordon Cooper, Gus Grissom, Deke Slayton, Scott Carpenter und Wally Schirra - jene, die sich als eben The Right Stuff verstanden - kann man jedem nur empfehlen, entweder sich demnächst mal wieder im TV anzuschauen oder in der Videothek auszuleihen. Hier wurde die Aufbruchstimmung der amerikanischen Raumfahrt-Helden der Pionierepoche atmosphärisch gut umgesetzt und rübergebracht. Auch in der HBO-Serie von Tom Hanks "From the Earth to the Moon", lief ab September 1998 auf Premiere in Deutschland, ist dies hervorragend gelungen.) Auch die Kosmonauten Wladimir Komarow, Konstantin Feoktistow und Boris Jegorow von Wostock I sahen derartige "Leuchtpartikel vor dem Hintergrund eines schwarzen Himmels, wenn das Sonnenlicht von der Seite kam. Ihre Bewegung ist eigenartig. Manchmal sahen wir, wie sich zwei Teilchen aufeinander zubewegten. Wir hatten den Eindruck, dass die Partikel von unserem Schiff stammten." Auch USAF-General a.D. Thomas Stafford, der 1965 und 1966 zwei Gemini-Missionen flog und bei der Mondumkreisung von Apollo X im Mai 1969 Kommandant war, kennt dieses Phänomen aus eigener Anschauung. Seiner Meinung nach handelt es sich um vom Sonnenlicht angestrahlte sublimierte Teilchen, die von den Steuerraketen ausgestoßen werden, mit deren Hilfe das Raumschiff auf Position gehalten wird. Bei den Gemini-Projekten wurden diese mit Wasserstoffperoxidgas angetrieben. Zudem wies er darauf hin, dass auch Wasser und Urin, die von bemannten Raumschiffen abgeworfen werden, einen ähnlichen Effekt hervorrufen können. So nachzulesen auf S.136 im Buch von Timothy Good, welches im Herbst 1999 bei Knaur erschien: »Top Secret: Die UFO-Akten«. Glenn observierte diese Partikel für knapp vier Minuten und er sah sie noch ein paar Mal wieder, immer wenn sich sein Raumschiff von der Dunkelheit ins Sonnenlicht hinein bewegte. Scott Carpenter, ein weiterer Mercury-Astronaut, sah ähnliche Partikel während seiner Mission und sie wurden von weiteren Gemini-Astronauten gemeldet. Carpenter`s Aufgabe war eine Reihe von Experimenten durchzuführen, er aber war mehr daran interessiert einem spannenden Mysterium auf die Spur zu kommen. Den "Weltraum-Glühwürmchen". Und tatsächlich hatten sich einige sehr helle Köpfe bei der NASA bereits Gedanken darum gemacht, ob es da im Weltraum eine Art von Lebewesen gibt, die sich so zeigen... Carpenter hielt sich nicht an den Flugplan und hielt auch wenig am Zeitplan für die Experimente fest. Er war fast schon enttäuscht, dass die "Glühwürmchen" noch nicht aufgetaucht waren. Er schon auch eigenwillig den Flugplan hinaus, sodass die Bodenkontrolle schon Angst wegen des aufkommenden Problems von Treibstoffmangel für die Kapsel und ihre Rückkehr bekam. Schließlich musste man im energisch befehlen, zur Erde zurückzukehren. Doch gerade als er seinen Sinkflug beginnen wollte, da tauchten die "Glühwürmchen" vor seiner Sichtscheibe an der Kapsel auf. Carpenter: "Jetzt zogen die Glühwürmchen am Fenster vorbei und mir wurde klar, dass dies keine kleinen Lebewesen waren, sondern nur kleine Eissplitter. Ich klopfte immer wieder an die Wand des Raumfahrtzeugs und bewunderte wie immer neue Schwärme dieser 'Glühwürmchen' von dort aufstiegen. Dies war eine wunderbare Sicht." Carpenter wasserte hunderte Kilometer vom eigentlichen Landegebiet entfernt und hatte nochmals verdammtes Glück gehabt. Die NASA-Verantwortlichen wuschen ihm gehörig den Kopf ob seiner fast schon lebensgefährlichen Eigenwilligkeit und warfen ihn deswegen aus dem Raumfahrtprogramm. Doch Carpenter hatte seinen Frieden gefunden und es zog ihm späterhin auch nicht mehr ins All und er startete eine eigene Karriere als ...Tiefseetaucher.

Mercury

(Die amerikanischen Mercury Astronauten)

     UFO-Berichte der Astronauten wurden von der NASA untersucht und dann nochmals von Blue Book aufgegriffen. Die Glenn-Sichtung identifizierte die NASA-Wissenschaftler als milimetergroße Eis-Flocken, welche die Raumschiffs-Hülle selbst abstieß und dann in der Nähe der Kapsel durch den Sonnenaufgang sichtbar wurden. Carpenter selbst startete mit "großer Neugier", um Glenn´s Glühwürmchen selbst sehen zu können - und tatsächlich, da tauchten sie unter den selben bedingungen wie vorher bei Glenn auf. Er sah und filmte das Schauspiel der herumwirbelnden "Feuerfliegen". Er selbst konnte feststellen, dass es sich hierbei um Eiskristalle handelte, die sich auf der Haut der Kapsel abgelagert hatten: "Ich konnte sie wegklopfen und sah sie dann vorbeitreiben."* Dies ist als Funkspruch und im Film des Ereignisses von der NASA festgehalten. Dieses Dokument wie auch der Glenn-Funkspruch zuvor sind am 10.November 1985 in der Südwest3-TV-Sendung Spaceflight ausgestrahlt worden und liegt im CENAP-Videoarchiv auf, gleiches gilt für Folge 2 der CNN-Serie "Moonshots", welche am 30.Juni 1998 zur Sendung kam und in welcher dieses Thema ebenfalls in Filmaufnahmen vorgestellt und aufgeklärt wurde! Ebenso wurde der Fall in der WDR-TV-Dokumentation "Katastrophen im Weltall" vom 11.Oktober 2002 vorgestellt. Noch heute werden UFO-Freunde nich müde, darauf hinzuweisen, dass diese "Weltraum-Glühwürmchen" bereits perfekt von Adamski beschrieben worden sind, zu einer Zeit als es noch keine irdische Weltraumfahrt gab! Dazu zählte auch der Earl of Clancarty, der 1959 durch Adamski überzeugt worden war, als er ihn im Hyde Park Hotel sprach: "Was mich überzeugte war, das er aus einem Fenster des Mutterschiffs schaute und sah wie der Raum um ihn völlig dunkel war. Dann stellte er fest, das da rund um das Raumschiff Milliarden von 'Feuerfliegen' herumzogen. Einige Jahre später hielt der erste US-Astronut, John Glenn, nach seinem Flug eine Pressekonferenz ab, in welcher er die fast identischen Beschreibungen wie Adamski abgab. Dies war der Beweis, das Adamski wirklich in einem Raumschiff hochgeflogen war." Adamski, der in einer hochentwickelten Fliegenden Untertasse von der Venus mit "elektrogmagnetischen Antriebsspulen"-Technologie gerade die Erde verließ, will durchs Fenster diese Glühwürmchen in alle Richtungen hin gesehen haben: "Sie besaßen verschiedene Farben, wie bei einem riesigen Feuerwerk, das jedoch von einer solchen Schönheit war, dass es mich in ehrfürchtiges Erstaunen versetzte." Was losgelöste Eiskristalle an der Außenhülle der Raumkapsel aufgrund den Resten des Flüßigtreibstoffs einer irdischen Rakete nun mit den elektroagnetischen Antriebsfeldern zur Erzeugung dieser himmlischen Glühwürmchen-Effekte genau zu tun haben sollen wird nicht erklärt - auf jeden Fall sind sie dann von differenter Natur und Herkunft! Kontrollierte Beobachtungen speziell dieses Phänomens bei nachfolgenden, wirklichen Raumflügen bestätigten diese Erklärung und man kann sie als direkte Vorfahren der heute herumspukenden Shuttle-UFOs sehen. Der Kreis schließt sich, die UFOs sind eigentlich immer wieder die selben altbekannten IFOs. Ein weiterer UFO-"Faktor" bei Weltraumunternehmungen sind jene letzten Raketenstufen, mit denen die Raumfahrt-Objekte selbst ins All bzw in den Erdorbit gebracht werden. Es kann sogar passieren, dass diese dritten Endstufen eine eigenen taumelnde Orbitposition einnehmen und zu "Weltraum-Objekten" werden, denen dann Astronauten wieder irgendwann begegnen und sie als UFOs melden, obwohl sie vielleicht nichts weiter als ihre eigenen verbrauchten "Boosters" sind, jene letzten Stufen der Startraketen, die sie eigentlich ins All setzten. Oder während der Gemini-Missionen schleuste man Gerätschaften einfach aus, die man nicht mehr benötigte - durch eine offene Lucke wurde dieser "Abfall" aus dem Raumschiff via Druckabfall hinausgeschleudert (sogar ein Weltraumhandschuh kreist seit Jahrzehnten als UFO um den Orbit) und verursachte damit schon recht früh die erste "Weltraum-Umweltverschmutzung". Nachdem sich der erste Schwung verliert, sanken  diese   Müll-Objekte ab und  gingen

                                                            Eine Esa-Simulation zeigt den Weltraumschrott rund um die Erde (Grafik: Esa)

                                                    (Eine Simulation der Esa zeigt die Verteilung von Weltraumschrott)

selbst in einen Erdorbit, um irgendwann vielleicht wieder und unter ungewohnten Umständen den Astronauten angesichtig zu werden. Zumeist gelingt es jedoch diese Objekte als Abfall zu identifizieren, aber eben auch nicht immer, woher auch? *= Diese Eiskristall-Partikel sind auch in Russland wohlbekannt. In der Oktober 1980-Ausgabe des Digest der sowjetischen Presse, Sputnik, griff man das Thema "UFOs aus Kosmonautensicht" auf. Jewgeni Chrunow war an Bord der Sojus-5 und unternahm am 15.Januar 1969 einen Ausstieg in den offenen Raum: "Ich habe es nur einmal mit einer unbekannten Erscheinung zu tun bekommen: Nach dem Start war das Raumschiff von einem Schwarm leuchtender Teilchen umgeben. Allerdings hatten bereits viele Kosmonauten vor mir so etwas gesehen. In unseren Berichten erwähnten wir dieses Leuchten, öffentlich wurde die Erscheinung jedoch erstmals von dem USA-Astronauten Glenn diskutiert, deshalb erhielt sie auch die Bezeichnung 'Glenn-Effekt'. Später wurden diese Teilchen 'eingefangen' und erwiesen sich als eindeutig irdischen Ursprungs: Es handelte sich um Partikel, die von der Außenhaut des Raumschiffes abgerieben und ebenfalls zu Erdtrabanten geworden waren." Wladimir Ljachow ist Fliegerkosmonaut der UdSSR gewesen und weilte vom 25.Februar bis 19.August 1979, also 175 Tage, im Orbit: "Was die außerirdischen Wesen und deren Sonden angeht, so weiß ich nicht, was ich dazu sagen soll. Wenn sie sich für die Erde interessierten, so hätten wir innerhalb von 175 Tagen sicherlich irgendwelche Spuren ihrer Anwesenheit oder Tätigkeit entdeckt. Selbst UFOs sind uns nicht begegnet. Wenn man übrigens lange in das Bullauge starrt und etwas unbedingt sehen will, dann sieht man es auch! In der Einbildung kann man jedes beliebige Ding in ein UFO verwandeln. So lösen sich beispielsweise von der Außenhaut der Raumstation kleinste Partikel der Isolation. Sie drehen sich im Flug und funkeln im Schatten. Es gehört nicht viel Fantasie dazu, sie für UFOs zu halten, denn wie sollte man die genaue Entfernung bestimmen? Ein Partikel fliegt vielleicht zehn Meter vom Bullauge entfernt vorbei, und man denkt, bis zu ihm sind es zehn Kilometer." Dazu passt auch eine Meldung aus der April 1983-Ausgabe von Sowjetunion Heute, den Georgi Gretschko schrieb, der Ende 1977 zusammen mit Juri Romanenko an Bord der Orbitalstation Salut 6 eintraf und die ersten "Dauerbewohner" der Station waren und immer wieder kurzfristig Besuch von neuen Kosmonauten bekamen - "Die UFOs habe ich selbst gestartet": »Als Wladimir Dschanibekow und Oleg Makarow unsere Station Salut 6 anflogen, habe ich ihnen in aller Offenheit gestanden: "Wißt ihr, Jungs, wenn ihr im Bullauge in einer Entfernung von einem Kilometer einige Fliegende Untertassen seht, die uns verfolgen, so habt keine Angst. Sie folgen uns schon seit langen, greifen uns aber nicht an und haben allem Anschein nach vorerst nicht die Absicht, uns Schaden zuzufügen." "Wir kennen dich", sagte Wladimir. "Du hast es gern, einen zum besten zu halten." Ich zuckte die Achseln: "Ich habe euch gewarnt." Nach einiger Zeit trete ich ans Bullauge und rufe: "Schaut!" Und sie sehen ein furcherregendes Bild: Vor dem Hintergrund der aufgehenden Sonne und des dunklen Alls folgen der Station in einer Reihe acht blitzende, in der Sonne schillernde Objekte. Als sie unter Beibehaltung ihrer Anordnung in einer Höhe von 350 Kilometer mit hoher Geschwindigkeit fliegen und sich weder nähern noch entfernen, wird es einem etwas bange. Meine Kollegen haben mit den Scherzen aufgehört. Makarow sagt: "Ich werde ein fernglas holen und mindestens eines von ihnen betrachten." "Los", erwidere ich. "Sie verschwinden mit Überlichtgeschwindigkeit." Als er zurück war, verschwanden sie tatsächlich... Das Ganze war ein Scherz. Die unbekannten fliegenden Objekte habe ich selbst gestartet. Es war ganz einfach. Kurz bevor die Station in die Sonnenstrahlen gerät, braucht man in der Nähe eines Bullauges nur gegen das Gehäuse der Station zu klopfen, um zu erreichen, dass sich an dieser Stelle Eispartikel von der Außenwand lösen. Die Kunst bestand darin, die Loslösung von mehreren Partikeln zu bewerkstelligen. Bereits Kosmonaut Witali Sewastjanow sagte, er habe sieben unbekannte fliegende Objekte gesehen. Also war es meine Aufgabe,ihn darin zu übertreffen. Dann konnte man, nachdem sie sich von der Station etwa sentfernt haben, sagen: "Sehr. Ein UFO in einer Entfernung von einem Kilometer!" Die visuelle Wahrnehmung ist so beschaffen, dass ein Mensch nicht zwischen einem kleinen Objekt in seiner unmittelbaren Nähe und einem großen - zum Beispiel in einer Entfernung von einem Kilometer - unterscheiden kann. So entsteht der Eindruck, dass er ein großes UFO sieht. Sie verschwanden deshalb mit riesiger Geschwindigkeit, weil ich die Partikel gerade in jenem Augenblick löste, als die Sonne eben erst aufgegangen und Erde und Himmel noch dunkel waren. Einige Minuten später flogen sie bereits über der hellen Erde, und in diesem Fall sind die Teilchen nicht mehr zu sehen.« In der ewigen Stile des Alls kommt so mancher auch aus praktischen Gründenauf verrückte Ideen. Mit dem Zerfall der Sowjetunion gab es auch Konsequenzen für die Kosmonauten. So befand sich der Weltraumbahnhof Baikonur plötzlich auf dem Gebiet der unabhängigen Republik Kasachastan - quasi im Ausland. Startplatz und Landeflächen nicht mehr unter eigener Kontrolle. Russland war urplötzlich zahlender Mieter im eigenen Haus geworden. Interessante Kombinationen kamen da zustande. MIR-Kommandant Talgat Musabajew war Kasache - und Soldat der russischen Armee. Auf höchster Staats-Präsidentenebene mußte dann entschieden werden, als welcher Mensch Musbajew zur MIR flog - so ist eben Politik und die Wendezeit brachte staatlich verordnete Bewußtseinsspaltung mit sich. Plötzlich gab es Streiks und sogar Plünderungen auf dem Cosmodrome Baikonur. Und manchmal wurden sogar Rückflüge der Kosmonauten unendlich lang hinausgezogen, weil einfach das Geld in Moskau hierfür fehlte. Seither werden Kosmonauten nicht nur schlecht bezahlt, sie erlangen auch keinen Ruhm mehr. Die russische Raumfahrt geriet Anfang der 90er Jahre in eine existentielle Krise! Der Pendelverkehr mit Versorgungsgütern und frischen Mannschaften auf die MIR wurde unregelmäßig - gut, auf Ruhm kann der Mann im All verzichten, aber auf Versorgungsraumschiffe nicht. MIR-Kommander Wassili Ziblijew gesteht so ein, dass die Kosmonauten deswegen viel zu viele Zeit dort oben mit Reperatur- und Ausbesserungsarbeiten in der Improvisierung verbrachten. Cheftechniker Alexander Serebrow machte aus der Not eine Tugend und umging internationale Bestimmungen zur Vermeidung von Weltraummüll. Heimlich sammelte er Müll und stieß diesen immer wieder aus, um damit unbekannte Flugobjekte zu provozieren. Ganz verrückt: er bastelte dabei die irrwitzigsten Konstruktionen und eine versah er gar mit einem defekten Kosmonautenanzug, den er mit weiterem Unrat auffüllte und dann rittlings auf die "UFO"-Konstruktion des ausgeschleusten Ballens von Müll setzte und ihn den "Inspektor" nannte. Die Crew machte tagelang ihre Witze darüber. Wochenlang umkreiste das ungemeldete Flugobjekt die Erde und verblüffte das Flugleitzentrum in Moskau, wo man ob dieser Erscheinung mit Erstaunen auf den Radars verzeichnete. (Zu sehen gewesen im Juli 2000 in der ARD-Dokumentation "Schwerelos und Altersschwach - Die unendliche Geschichte der MIR".) Seit dem Start des sowjetischen SPUTNIK I am 4.Oktober 1957 wurden viele Tausende von künstlichen Objekten in einen Orbit gebracht, inzwischen sind es schon soviele, dass die verantwortlichen Überwachungseinrichtungen bereits die Kontrolle verloren und deswegen etwa 900 als unidentifizierte Objekte klassifizieren (aber sich deswegen auch nicht sonderlich aufregen, während die UFOlogen deswegen völlig aus dem Häuschen sind, da für sie UFOs außerirdische Raumschiffe zu sein haben). Wenn der eigene Orbit eines Raumschiffs wie dem Shuttle nahe genug an ein solches Objekt herankommt, können die Weltraumfahrer diese sehen - bisher ging alles gut, und der Weltraum-Schrott wurde noch nicht zum Anlaß eines Unfalls (aber damit rechnen Raumfahrtexperten heutzutage praktisch jeden Moment) im Weltraum.

                    

                                                                             (Wassili Ziblijew)                            

     Schon in den ersten Jahren der amerikanischen Arbeiten im erdnahen Weltraum gab es aufgrund der Unsicherheiten mit dem selbstproduzierten Müll Unsicherheiten, sodass eine klare Identifizierung nicht möglich wurde, als Astronauten Objekte sahen. Während des Flugs von Gemini 4 sah James McDivitt ein zylinderförmiges Objekt "mit großen, weggestreckten Armen" die an Antennen denken ließen. Der Zylinder selbst war weiß oder silbrig - wie immer bei Ereignissen dieser Art sind Entfernungen genauso schwer oder noch schwerer als auf Erden abzuschätzen und festzumachen. McDivitt machte Bilder davon, aber sie zeigten nur eine verschwomme Erscheinung. Wie auch immer, PEGASUS 2, ein von der NASA eingestezter Satellit zur Untersuchung    von

                                                                     [Foto]

                                                                     (Von McDivitt fotografiertes Objekt)

Mikro-Meteoriten, besaß flügelartige Vorsprünge und war zu jenem Zeitpunkt 1250 Meilen von Gemini 4 entfernt, auf jedem Fall war er zuweit entfernt, um klar gesehen zu werden. McDivitt sah ein weiteres UFO während seines Gemini 4-Raumflugs. Er beschrieb es als ein sich bewegendes helles Licht "sehr hoch, ähnlich einem Stern wie man ihn vom Boden aus sieht, aber er war ein ganzes Stück von mir entfernt". McDivitt dachte an einen anderen Satelliten, aber auch jenes Objekt nicht absolut sicher als ein solcher positiv identifiziert werden. Frank Borman auf Gemini 7 sah ein weiteres UFO. Zu Beginn des zweiten Orbits rief er die Bodenkontrolle im Manned Space Craft Center, Houston/Texas, an und berichtete: "Bogey in 10 Uhr-Position." Bogey ist eine Redewendung der Flieger für unidentifizierte Flugzeuge. Der Astronaut hatte den Booster von Gemini 7 in Sicht und das was Borman beschrieb stellten "sehr viele, hunderte von kleinen Partikeln" dar, welche zu seiner Linken angeblich in 3 bis 7 Meilen Entfernung angehäuft waren. Wieder die bekannten Feuerfliegen in einer total falsch verstandenen Entfernung? Wie auch immer, auch die Astronauten-Sichtungen konnten identifiziert werden, sobald genügend Informationen darüber erhältlich waren und die bisher als unidentifiziert geltenden haben immer den Ruch des IFOs an sich. So auch die von Scott Carpenter während seines Aurora 7-Einsatzes fotografierten helle Objekt vor seinem Raumschiff - Eiskristalle, die sich aufgrund von Treibstoff-Resten auf der Raumschiffshülle gebildet hatten und dann zersprangen. Im UFO-Kurier Nr.47 (September 1998) mußte man zugeben, dass die Frank Borman-Story tatsächlich "arg in Bedrängnis geraten" ist. Selbst im Condon-Report nahm Frankling D.Roach die Borman-Beobachtung vom 7.Dezember 1965 an Bord der Gemini-7-Kapsel auf. Nun nahm Borman selbst Abstand von allen UFO-Geschichten, die sich rund um eine Funkkommunikation von ihm aufbauten. Unlängst wurde Borman gefragt, ob er an einer TV-Sendung teilnehmen würde, um über sein UFO-Erlebnis berichten zu können. Borman: "Kurz nachdem wir in den Orbit eingetreten waren, vermutete man, dass wir mit dem Booster in Formation flogen. Wir flogen Formation und machten Aufnahmen und Infrarotmessungen und ich begann es [den Booster] ein 'bogey' zu nennen, was ein alter Ausdruck unter Kampffliegern ist. Nun, viele UFO-Freaks am Boden schnappten das auf und sagten, wir hätten ein UFO gesehen, weil wir unseren Booster als 'bogey' bezeichneten. Gerade im vergangenen Jahr bekam ich einen Anruf von einem Produzenten bei Unsolved Mysteries und die sagenten dort: 'Wir haben Ihren Beitrag über die Sichtung eines UFOs an Bord der Gemini 7 gesehen. Würden Sie an unserer Sendung teilnehmen?' Ich sagte ihnen: 'Ich würde sehr gerne kommen, da ich das gerne einmal klarstellen würde.' Ich erklärte ihnen, was das war, das ich sah, und ich sagte: 'Ich glaube nicht, dass es dort UFOs gab', und der Produzent meinte darauf: 'Nun, ich bin mir nicht sicher, ob wir Sie in unserer Sendung haben wollen.'" Dabei hatte bereits der berühmte Gordon Cooper am 9.November 1978 schriftlich seine Gedanken zum UFO-Thema an den UNO-Botschafter von Grenada, Mr.Griffith, übermittelt, da es Bestrebungen des karibischen Inselstaates Grenada gab, eine UFO-Kommission von der UNO aufstellen zu lassen. Im Magazin2000 Nr.9-10/1982 hatte Hesemann den Artikel "Astronaut Gordon Cooper und die UFOs" eingebracht und hier aus dem Memo von Cooper zitiert. Cooper, selbst kein erfahrener, professioneller UFO-Forscher, hatte nur 1951 die Gelegenheit gehabt, in Süddeutschland für ihn seltsame Erscheinungen am Tageslichthimmel auszumachen. Hierbei erwähnte er, "dass die meisten Astronauten sehr zurückhaltend sind, wenn´s darum geht, das UFO-Thema zu diskutieren, da es eine große Anzahl von Leuten gibt, die ohne zu zögern gefälschte Geschichten und gefälschte Dokumente mit ihren Namen verkauft haben und dabei ihren Ruf gefährdeten... Es gab nur eine Gelegenheit, wo vom Weltraum aus etwas beobachtet wurde, was ein UFO gewesen sein könnte." Obwohl damit klar zum einen der Fälschungsvorwurf in Sachen erfundenen Astronauten-UFO-Sichtungen gebrandmarkt wird und zum anderen nur von einer bis dahin dem Astronauten-Insider bekannte Erscheinung berichtet wird, die vielleicht "ein UFO gewesen sein könnte" (und somit keine solche definitiv nach entsprechender Beweislage war), druckte Hesemann dennoch gleich nachgeschaltet eine fette Liste von Astronauten-UFO-Sichtungen nach, die er den Kontakt-Berichten der Ursula Jahnke entnahm.

                                            

                                                                                           (Das Gemini VII Objekt)

     Die McDivitt-Sichtung griff James Oberg im MUFON UFO Journal Nr.213 vom Januar 1986 sowie in der Folgeausgabe auf. Von den Dutzenden Berichten über astronautische UFO-Begegnungen und UFO-Fotos ist wohl der Fall vom 4.Juni 1965 durch Major James McDivitt, Kommandopilot der mit zwei Mann besetzten Gemini 4, lange Zeit am meisten diskutiert worden. Irgendwo wurde sogar eine Grafik verwendet auf der man die beiden Gemini 4-Astronauten in ihrer Kapsel sieht, wie sie verblüfft sich eine Fliegende Untertasse im All anschauen. Der Fall ist als Muster sehr interessant und bringt zahlreiche Lerneffekte mit sich und diese können allgemein auf den Themenbereich der Astronauten-UFO-Sichtungen angewendet werden. McDivitt´s Darstellung überraschte sogar das superskeptische Condon-Komitee, ein Foto von seinem Flug wurde oftmals publiziert und gilt als eines der "besten UFO-Fotos, die jemals gemacht wurden". Trotzdem sich McDivitt nie viel aus seiner Beobachtung machte hat er dennoch oftmals seine Geschichte gegenüber einer faszinierden Publikum erzählt, sobald er danach gefragt wurde. Er blieb dabei, dass dies irgendetwas unidentifiziertes, wenn auch etwas künstliches im Sinne von Trümmern im Orbit war. Von einem ausserirdischen Objekt hat er niemals gesprochen und er stellt auch fest, dass sich niemals jemand aus der US-Regierung wirklich für die Sichtung interessierte, er mußte noch nicht einmal einen UFO-Fragebogen des Projekt Blaubuch ausfüllen. Das berühmte Foto wurde inzwischen von McDivitt längst selbst als "völlig ohne Verbindung mit der aktuellen Sichtung" erklärt. Das Foto zeigt nur irgendwelche der diversen verschiedenartigen Lichtflecke, die bei die meisten Raummissionen zufällig entstehen. Es wurde willkürlich von irgendjemand in Umlauf gebracht und seither als das "McDivitt-UFO-Foto" deklariert. Die Fakten zum Flug von Gemini 4: Am 3.Juni 1965 startete Gemini 4 in den 150 Meilen hohen Erdorbit mit den Astronauten McDivitt und White, die den ersten Langzeitflug für Amerika im Erdorbit durchzuführen und extensives Fotomaterial anzufertigen hatten. Während des zweiten Tags berichtete der damals 35jährige McDivitt der Bodenkontrolle über Hawaii ein Objekt - "ähnlich einer Bierdose mit ausgestrecktem Arm" -  gesehen zu haben, welches die NASA später mittels der Luftwaffen-Raumüberwachungs-Radars als den eintausend Meilen entfernten Pegasus-2-Satelliten identifizierte. Aber viele zweifelten dies an, weil die Distanz einfach zu groß war, um diesen Satelliten noch sehen zu können, auch wenn er aussah wie das "UFO". Zusammen mit dem mysteriösen Foto wurde so der McDivitt-Bericht zum »UFO-Superstar« und wurde unendlich in der ufologischen Literatur abgenudelt. Eine Umfrage von Oberg unter den Teilnehmern der 1983 MUFON-Konferenz ergab, dass der McDivitt-Fall weiterhin große Popularität besaß. Eine deutliche Majorität nannte ihn ein "echtes UFO". Wie gesagt, McDivitt hatte keine Scheu seine Observation darzustellen und als er im November 1973 in der bekannten Dick Cavett-Show auftrat ergab sich folgende Aussage: "Ich flog mit Ed White. Er schlief zu diesem Zeitpunkt und so hatte ich niemand, der den Vorfall bestätigen konnte. Im Raum flogen wir mir abgeschalteten Maschinen und abgeschalteten Instrumenten, als plötzlich ein Objekt in meinem Gesichtsfeld aus dem Fenster heraus erschien. Es hatte eine sehr definitive Gestalt, war ein zylindrisches Objekt, es war weiß und ein langer Arm kam aus der Seite hervor. Ich weiß aber nicht, ob es ein sehr kleines Objekt nahe war oder ein großes Objekt weiter entfernt. Ich hatte keine Möglichkeit dies zu bestimmen. Ich kann wirklich nicht sagen, wie groß es war. Wir hatten zwei Kameras an Bord, die in der Kapsel herumschwebten - ich griff nach einer um ein Bild aufzunehmen, das gleiche machte ich mit der anderen Kamera. Drann drehte ich mich zum Kontrollsystem, weil ich fürchtete, es könnte zu einer Kollision kommen. Wir trieben beide so dahin, als dann die Sonne hinterm Horizont hochkam. Das Fenster war dreckig und man konnte nur schwer durchsehen. So drehte ich die Kapsel wieder bei, um im Dunkeln zu liegen - da war das Objekt aber außer Sicht verschwunden. Später rief ich die Kontrolle an und beschrieb ihr meine Sichtung, die überprüften ihre Aufzeichnungen über Weltraummüll, aber zu dieser Zeit konnte man keine Identifizierung herbeiführen. Das Bildmaterial wurde wie üblich von den Technikern und Spezialisten der NASA-Filmabteilung begutachtet. Einer suchte nach dem Bild, von dem ich berichtete und bei einem dachte er es sei es, aber es war es nicht und zeigte nichts weiter als eine Sonnenreflektion im Fenster."  Später nahm sich Condon dem Fall an und die Leute dort waren von dem Fall sehr beeindruckt - und gaben es auch zu. Wissen muß man hierzu, das im Jahr 1965 das NORAD nur eine Radaranlage besaß mit der man die Objekte im Weltraum verfolgte. Wissen muß man auch, dass die NORAD-Beobachtung damals nicht mit hochenergetischen Radarstrahlen durchgeführt wurde, da man Störungen der empfindlichen Elektronik an Bord der Raumschiffe befürchtete. In der 1977er UFO-Dokumentation "Mysteries From Beyond Earth" erzählte McDivitt folgendes: "Wir waren niemand imstande zu identifizieren was es war und alle unsere Bodenradar-Verfolgungsstationen weisen aus, da da kein anderes Objekt irgendwo nahe bei uns zu dieser Zeit sein sollte." Dazu muß man aber wissen, dass die Begegnung außerhalb der Reichweite der Boden-Bahnverfolgungsstationen stattfand und nur mittels computergestützten Extrapolationen errechnet wurde, welche konkreten Objekte sich nahe der Gemini 4 befanden. Das Gemini 4-Objekt wurde nie vom Radar erfaßt. Am 6.Juni 1965 - noch während die Mission lief - berichtete ABC-Wissenschaftsredakteur Jules Bergman, dass das beobachtete UFO in Wirklichkeit ein geheimer US-Militär-Aufklärungssatellit war. Dazu ist nützlich zu wissen, dass die McDivitt-Sichtung unzensiert im Kontrollzentrum auflief und eine Menge Journalisten diese mitbekamen, weswegen damals die Meldung sofort um den Globus lief. Bergman berichtete, dass die NASA-Offiziellen deswegen nicht imstande waren das fragliche Objekt zu identifizieren, weil die Vertreter des Pentagon es ablehnten irgendetwas über die Existenz eines solchen Satelliten selbst der NASA zu sagen. Aber auch Oberg fand hierfür kein echtes Indiz. Auf einer NASA-Pressekonferenz am 11.Juni 1965 konnte McDivitt frei sprechen und konnte weitere Details zur Objektsichtung bekanntmachen: "Nahe Hawaii sah ich ein weißes Ding und es schaute wie ein Zylinder aus es es schien soetwas wie einen weißen Arm zu haben, der hervorragte. Es sah irgendwie auch aus wie die obere Stufe eines Raketenboosters." Über die Jahre hinweg wurde McDivitt zu einer gefeierten Persönlichkeit für die UFOlogie und auch nach seinem Ausscheiden bei der NASA und der USAF im Jahre 1971 wurde er immer wieder z.B. in Talkshows eingeladen, um seine Sache darzubringen. Am 21.Februar 1976 trat er so in der NBC-TV-Sendung "The Unexplained" mit dem Untertitel "The UFO Connection" auf und erklärte hier: "Ich schaute gerade aus dem Fenster und da war vor mir irgendwo ein Objekt in zylindrischer Gestalt und von ihm ragte soetwas wie ein Mast weg. Es schaute aus wie eine Bierdose in dem ein Kugelschreiber am oberen Rand steckte." Als McDivitt mit dem Raumfahgrt-Journalisten Jim Maloney von der Houston Post Ende 1975 sprach, sagte zu zusätzlich: "Ich mache daraus für mich keine große Sache. Da war eben irgendetwas, was ich definitiv nicht erkennen konnte. ich meldete es der Kontrolle am Boden. Wissen Sie, Ed schlief und wir rotierten mit großer Geschwindigkeit auf unserem Flug. Das Fenster war dreckig. Plötzlich tauchte es hell-weiß am dunklen Hintergrund auf. Maximal sah ich es 30 Sekunden lang. Die NASA versuchte nie, mir zu verbieten darüber zu reden und die US Air Force hatte daran kein Interesse, die haben mir noch nicht einmal einen Fragebogen von Blaubuch geschickt. Ich hatte nie sonderlich den Eindruck, als sei man bei der NASA wegen dem Objekt irgendwie besonders aufgebracht." Während der Gemini 4-Mission nahm man auch Bilder von einer Titan II-Oberstufe auf, ein Bild davon wurde später auch beim NASA-Büro für öffentliche Angelegenheiten hinterlegt und ist durchaus bekannt. Tatsächlich schaut dabei die Titan II wie ein bierdosenartiger Zylinder aus, der über einem bewölkten, irdischen Himmel hoch im Raum dahinschwebt. Während eines professionellen Interviews, 1975, von Philip Klass für das Aviation Week and Space Technology-Journal mit Colonel Bernhard Szczutkowski vom NORAD erwähnte Klass am Rande sein Interesse an der Untersuchung und Aufklärung von UFO-Fällen. Szczutkowksi griff dann in seinen Schreibtisch und holte ein 8x10-Foto hervor und fragte Klass: "Wollen Sie ein Foto von McDivitt´s UFO sehen?" Klass stimmte schnell zu. Der USAF-Offizier gab Klass den Abzug von der Titan II-Stufe, die über dem entfernten Horizont der Erde flog. Dies, so erklärte er Klass, war das was McDivitt gesehen hatte und nicht identifizieren konnte. Es war seine eigene Titan-Trägerrakete gewesen, war der NORAD-Mann fest überzeugt. Klass bekam schließlich sogar einen Abzug des Fotos von NORAD und schickte sie an McDivitt weiter mit der Frage, ob ihn dies an das erinnere, was er damals gesehen habe. McDivitt antwortete: "Danke für die Zusendung des Bildes aus der Gemini 4-Mission. Ich habe schnell das Objekt auf der Aufnahme als die zweite Stufe der Titanrakete erkannt, die uns hochbrachte. Ich bin sicher, dass dies keine Aufnahme von dem Objekt ist, welches ich bereits mehrfach beschrieben habe und welches einige Leute als das Gemini-4-UFO bezeichnen." Soweit war zumindest er sicher, was sein UFO nicht war...

                                                                 

                                                                                            (Gemini Raumschiff)


     Das Fotodurcheinander hat seinen Grund hauptsächlich darin, dass direkt nach dem Ende der Mission sich die Journalisten fast schon um Bildmaterial schlugen und die PR-Abteilung der NASA unter Anfragen zusammenbrach. Da aber niemand genau wußte, auf welchem Film und mit welchem Foto das Ding im All aufgezeichnet worden war, schauten sich die Leute im Public Affairs Office des NASA HQ eben die gerade erhaltenen Filme an und suchten jene Bilder heraus, von denen sie annahmen, es handle sich um das fragliche Objekt. Dies war lange noch bevor McDivitt selbst eine Chance hatte seine eigenen Filme anzuschauen. Darunter war auch das Bild PAD Nr.65-H-1013, welches Lichtflecken zeigte und mit der ufologischen Vorstellungskraft mancher Sensationsautoren zum Beweisstück für das "Astronauten-UFO-Geheimnis" wurde. Bei genauerer Betrachtung würde man soetwas aus einer professionellen Fotostube als 'versautes' Bild in den Abfall werfen, hier aber wurde es zur historischen UFO-Begegnung hochgeschraubt. Und selbst der Condon-Ausschuss nahm sich diesem Bild an, weil es als eben "das McDivitt-UFO" in der Szene kursierte. Noch 1975 vertrat der UFO-Forscher George Fawcett die Ansicht, dass dieses Bild zu den "vier weltbesten UFO-Aufnahmen zählt". Doch es gibt ein gewaltiges Problem damit: Niemand hat McDivitt gefragt, ob dies sein "UFO-Foto" ist. Dann wäre nämlich die Story kaputt gewesen - da es nicht die Aufnahme ist, die McDivitt meint. Er weiß selbst, dass das kursierende Bild nichts weiter als durch Sonnenlicht erzeugte Blendenflecken des Kamerasystems zeigt! UFO-Promoter warfen dann der NASA vor, sie hätten das McDivitt-UFO-Foto verschwinden lassen, doch im Oktober 1978 erklärte McDivitt im amerikanischen Penthouse: "Ich habe mir allea angeschaut von unserem Flug und es schien mir so, als würde nichts fehlen. Aber eine ganze Reihe von Bildern waren einfach nur schwarz, andere über- bzw unterbelichtet. Ich gehe davon aus, dazu zählt auch meine UFO-Aufnahme..." Der UFOloge James Harder drehte daraufhin die Aussage ufologisch zurecht und erklärte im Januar 1978 in der amerikanischen Version des Playboy: "McDivitt´s Unterbewußtsein hatte sich irgendwie verändert und seine Wahrnehmung gleich mit. Der UFO-Einfluss wirkte sich auf McDivitt aus." Nun also soll das UFO selbst auf McDivitt eingewirkt haben um die Aufnahme zu vermasseln...?

     1976 hatte Oberg mit McDivitt Kontakt gehabt und erfuhr von ihm: "Der Grund, warum ich annehmne, dass das Objekt nicht die obere Stufe der Titan-II war ist einfach. Während des ersten Orbits unserer Mission war es mein Job gewesen, in Formation mit der oberen Stufe unserer Rakete zu fliegen. Dies tat ich dann auch in verbrachte 1 1/2 bis 2 Stunden damit, um sie aus verschiedenen Winkeln und Distanzen zu betrachten - deswegen war mir ihre Erscheinung total geläufig. Das was ich später sah war wirklich nicht die obere Titan-II-Stufe die für Gemini 4 verwendet worden war." Kann man sich dem aber sicher sein, wenn man die visuellen Umstände betrachtet, unter der das "UFO" gesehen wurde? Während der realen Beobachtung der Titan II-Stufe beim ersten Orbit, so wird auch aus den Bildern deutlich, war die Sonne kein Problem gewesen. Später aber rotierte die Kapsel und McDivitt hatte bei der Schau darauf mit dem blendenden Sonnenlicht zu kämpfen. Dies wird auch aus dem Funkverkehr von damals klar, worin er erklärt, nicht über den Horizont hinausschauen zu können, weil da die Sonne stand und er sein "UFO" gegen die die Sonne sah, er verlor es nicht nur wegen der Kapsel-Rotation sondern auch wegen der hellen Sonneneinblendung ausser Sicht! Mission Conztrol: "Roger, Du hast in die Sonne geschaut, als Du es gesehen hast?" McDivitt´s Antwort nach einer kurzen Pause: "Das ist positiv." Die Sichtbedingungen waren am zweiten Tag des Gemini 4-Flugs keineswegs ideal. Aufgrund der 100%igen Oxygen-Atmosphäre hatten die Astronauten bereits entzündete, rote Augen. Das Abfallsystem arbeitete zwar weitgehend zufriedenstellen, aber es hatte einen Leck. Dadurch trat Urin in die Kabine aus. Bereits nach 24 Stunden des Flugs hatte McDivitt dies gegenüber der Bodenkontrolle klagend bedauert und nannte den Zustand "unerträglich, sowas solltet ihr mal durchmachen". Als Reaktion beschlossen Ingenieure der Mission Control den Innendruck der Kabine zu erhöhen - 28 1/2 Stunden nach dem Start und 1 Stunde vor McDivitt´s UFO-Sichtung. Der höhere Luftdruck führte zunächst zu einer noch stärkeren Irritation der Augensicht. Erst nach der 36.Stunde fand die Anpassung statt und das Problem wurde erheblich gelindert. Wir sehen, die Observation fand also genau in jener Zeit statt, als die Augensicht besonders schlecht bei McDivitt war. Zudem hatte er als US Air Force-Pilot den größten denkbaren Stress zu vergegenwärtigen: den subjektiven Eindruck von einem Objekt auf Kollisionskurs! Zu einer solchen Folgerung kommt ein Pilot instinktiv, wenn ein Objekt seinen konstanten Annäherungswinkel in seiner relativen Position im Gesichtsfeld des Fliegers nicht ändert. Nur wenn ein Objekt das Gesichtsfeld mit irgendeiner Geschwindigkeit kreuzt, besteht keine Gefahr einer Kollision. Aufgrund der hohen Geschwindigkeit bei orbitalen Flügen wird jedes Objekt in einem anderen Orbit, welches durch McDivitt´s Gesichtsfeld fliegt, nur einige Sekunden lang sichbar sein, wie bereits auch andere Astronauten vorher anmerkten. Da aber McDivitt bis zu 30 Sekunden sein Objekt in Sicht gehabt haben will, muß dieses Objekt in  einem parallelen Orbit mit der Gemini gestanden haben. Dies bringt uns wieder zur zweiten Stufe der Titan II zurück - sie hatte die richtige Gestalt, den richtigen Orbit und war zur richtigen Zeit anwesend. Kann man nicht davon ausgehen, das McDivitt sie im Glanz der Sonne und aus physiologischen Gründen betreffs dem Zustand seiner Augen nicht erkannte? Die Chance ist also hoch, das nicht der Pegasus 2 das UFO war, sondern einfach nur die Booster-Stufe jener Rakete, die die Gemini 4 hochbrachte. Verfolgen wir nun einmal die Entwicklung der Geschichte, wonach Astronauten mit UFOs konfrontiert wurden:

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                                                                         (Mc Divitt bei seinem Weltraumspaziergang)

     An den Grenzen der Geschwindigkeit war der Titel eines Berichts von Paulheinz Middeldorf in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung vom 16.April 1956 über die damals aktuellen Flug-Rekorde zweiter amerikanischer Flieger. Oberstleutant Charles Yeager und Major Arthur Murray waren unter jenen Testpiloten, "die einige der erregendsten Rekordmarken unserer Zeit gesteckt haben". Yeager, der damals als 33jähriger Kommandeur eines amerikanischen Geschwaders im deutschen Hahn war, hatt im November 1953 bereits im Raketenflugzeug X-1A von Bell eine Geschwindigkeit von 2.655 km/h erreicht; Murray, 37jähriges Stabsmitglied des Nordatlantik-Paktes in Paris, erreichte mit einer Maschine der selben Serie im Juni 1954 eine Höhe von dreißig Kilometern. Die beiden waren höher gestiegen und schneller geflogen, als je ein Mensch zuvor - sie haben die Schallmauer durchbrochen. Nun hatten Middeldorf Gelegenheit gehabt mit den beiden Männer während eines Rundfunksendung in Frankfurt zu sprechen. So kam man irgendwie automatisch auch auf die Fliegenden Untertassen. "Trotz aller Bereitschaft, an technische Wunder zu glauben, zeigten sich die beiden Piloten doch in einer Frage als Ungläubige, in der Frage der Fliegenden Untertassen. Sie hätten, so versicherten sie, noch keinen Menschen gesprochen, der je mit Bestimmtheit irgendwelche gesehen habe. Auch sie selbst seien bei ihren Vorstößen in die Stratosphäre noch keiner dieser technischen Märchengestalten begegnet. - Immerhin können die beiden Piloten zusammen auf über zehntausend Flugstunden zurückblicken", stellte der Journalist fest. X-15-Pilot fotografiert "Fliegende Untertassen" meldete dpa aus Seattle und der Wiesbadener Kurier vom 14.Mai 1962 druckte es: Fünf oder sechs mysteriöse Objekte zeigte ein Film, den der amerikanische Testpilot Joe Walker kürzlich bei einem Rekordflug mit einem Raketenflugzeug vom Typ X-15 aufnahm. Auf einer Konferenz in Seattle sagte Walker, die Aufnahmen ließen erkennen, dass die Objekte scheibenförmig, vielleicht sogar etwas zylindrisch seien. Es sei jedoch unmöglich, ihre Größe oder die Entfernung von der Kamera zu schätzen. Selbst habe er die Objekte nicht gesehen. Interessant ist in diesem Zusammenhang, dass sowohl der sowjetische Weltraumflieger German Titow als auch der amerikanische Astronaut John Glenn übereinstimmend berichteten, sie hätten bei ihren Weltraumflügen Objekte gesehen, die an "Glühwürmchen" erinnerten. [Hierbei handelt es sich um das durch verschiedene spätere amerikanische Space Shuttle-Missionen bekanntgewordene Phänomen von kleinen Eiskristallen an der Außenhaut der Raumflugkörper, die sich vor den Fensterns etc lösen und damit auch vor den Kameras auftauchen, um bei späterer Betrachtung des Filmmaterials für Irritationen zu sorgen.] Carpenter brachte Farbfilm aus dem Weltall mit kam es in einer dpa-Meldung aus Kap Canaveral und am 29.Mai 1962 schrieb so der Wiesbadener Kurier:" Daswertvollste Material, das er von seinem Raumflug mit zurückgebracht habe, seien wohl die Farabaufnahmen, erklärte der 37kährige Astronaut Carpenter auf seiner ersten Pressekonferenz im Fernsehen nach seiner dreimaligen Erdumkreisung mit der "Aurora VII". Die Filmaufnahmen, die Carpenter mit seiner Handkamera machte, wurden vom Salzwasser, das nach der Landung in die Raumkapsel eindrang, nicht beschädigt; die Aufnahmen mit der automatischen Kamera dagegen wurden in Mitleidenschaft gezogen. Carpenter gab auch eine Erklärung für das Phänomen der Glühwürmchen ab, die vor ihm Glenn beobachtet hatte: Er meinte, dies seien Eisabsonderungen, die sich am Außenkörper der Kapsel bilden. Begeistert äußerte sich der Astronaut über den Anblick der Sonnenauf- und -untergänge. Ihre Schönheit entziehe sich jeder Beschreibung. Die dunkle Seite der Erde erscheine als blauer Ring. Im übrigens aber bezeichnete er den Flug in vielen Dingen als eine Art Omnisbusfahrt durch eine Stadt. Allerdings sei ein Weltraumpilot sehr beschäftigt. Carpenter regte an, die Verpflegung künftiger Raumfahrer in durchsichtigen Plastikbeuteln zu verpacken, damit der Inhalt der einzelnen Päckchen erkennbar ist. Ihm sei es passiert, dass er im Zustand der Schwerelosigkeit eine Packung Biskuit geöffnet habe, deren Krümel dann in der Kapsel herumgeflogen seien. In Denver wurde ihm ein triumphaler Empfang bereitet."

                                    

Pilot Neil Armstrong mit X-15 (1960)

                                             (Niel Armstrong vor der X-15)                                             

    Geheimnisvolle Begleiterscheinung bei Höhenflug-Weltrekord meldete UPI aus Edwards/Kalifornien und die Frankfurter Rundschau meldete am 15.Juni 1962: Eine geheimnisvolle Begleiterscheinung fotografierte der amerikanische Luftwaffenmajor Bob White, als er mit einem Raketenflugzeug vom Typ "X-15" kürzlich den Höhenflugweltrekord von über 90.000 Metern aufstellte. Raumflugwissenschaftler teilten in der Nacht zum Donnerstag dazu mit, dass eine Filmkamera in der "X-15" einen grau-weißen Körper aufgenommen habe, der bis jetzt noch nicht identifiziert worden sei. Von einer ähnlichen Erscheinung berichtete der Pilot einer weiteren "X-15", Luftwaffenmajor Bob Rushworth.  In den UFO-Nachrichten Nr.74, Oktober 1962, war die Titelstory Fotografierte Joe Walker außerirdische Weltraumschiffe? X-15-Pilot zeigt seinen Film (der Bericht geht auf eine Meldung in der britischen Flying Saucer Review für Juli/August 1962 zurück). "Ich will mich keinen Spekulationen hingeben. Ich weiß nur, was auf dem Film zu sehen ist, der nach dem Flug entwickelt wurde." Diese Worte sprach Joe Walker, Pilot des amerikanischen Raum-Forschungsflugzeuges X-15 nach seinem Weltrekordflug in eine Höhe von 80.000 Metern. Walker hielt am 11.5.1962 einen Vortrag vor der "Zweiten Nationalkonferenz für friedliche Nutzung der Raumforschung" in Seattle, Washington. Er sprach dabei über zylindrische oder ovale Objekte, die von seiner Kamera aufgenommen worden waren. Es waren fünf oder sechs Stück und Walker gab zu, dass es das zweite Mal war, dass er UFOs im Flug gefilmt habe. Die Kamera sei hinten in seinem Überschall-Raketenflugzeug eingebaut und die Objekte erschienen, als er sich auf dem Gipfelpunkt seiner Flugbahn befand und sich das Flugzeug wieder der Erde zuneigte, berichtete Joe Walker. Es war unmöglich, die Größe der Objekte und ihre Entfernung von der Kamera zu messen. Dieser Bericht erschien am 12.Mai 1962 in den Londoner Blättern und wurde dann scheinbar auch von dpa übernommen. Für die UFOlogen wurde daraus sofort "ein bedenklich verstümmelter Bericht, der der sensationellste aller UFO-Berichte sein könnte", was einmal mehr die bornierte Sichtweise der Gläubigen aus der UFO-Alien-Kirche ausweist, da kaum von einem "bedenklich verstümmelten Bericht" zu sprechen ist, wenn man die nachfolgenden Informationen sieht: Der Pariser Le Martin vom 13.Mai 1962 wies extra nochmals darauf hin, dass der Pilot die Objekte nicht gesehen habe, als die Kamera sie filmte. Wie die New York Herald Tribune vom 12.Mai 1962 meldete, habe Walker Dias von seiner Mission während des Vortrags gezeigt, auf denen die Erscheinungen in ihrer länglichen Form zu sehen waren und so wirkten, als schienen sie sich zum Horizont hin zu bewegen, wobei sie sich hell vom dunklen Himmel abhoben. Ein deutlicher Hinweis ist dies sogar darauf, dass das Material durch die NASA oder USAF nicht  der Zensur anheim fiel, was allein schon durch die weltweite Berichterstattung belegt ist. Ja, die UFO-Glaubensgemeinde jubelte, "endlich scheint nicht nur die Bestätigung vorzuliegen, dass UFOs existieren, sondern auch, dass ihre Existenz bekannt war, ehe diese Filmaufnahmen gemacht wurden. Weiterhin scheint hierin der Beweis zu liegen, dass eine Regierungsstelle nach Beweisen suchte und auch Beweise erhielt. Wie jedoch die US-Luftwaffe ihr vor wenigen Monaten herausgegebenes Dementi der Existenz Fliegender Untertassen mit Joe Walkers Filmen in Einklang zu bringen ist, war natürlich von größtem Interesse". Und um dieses Wahnbild aufrecht erhalten zu können, konstruierte man im ufologischen Lager wild herum und behauptete, dass man verzweifelt versuchte, die von Walker gefilmten Objekte "mit den von Glenn gemeldeten Glühwürmchen durcheinander zu bringen", diese aber damit überhaupt nichts zu tun haben. Einmal mehr wird einfach die Realität ignoriert, in diesem Fall die klaren Feststellungen von Carpenter, weit vor dem Erscheinungstermin der UN übrigens! Auch, als die britische UFO-Schrift sich ans NASA-HQ telegrafisch wendete, um nähere Informationen zu erhalten, war man mit der Auskunft von Lynn Manley, Public Information Officer des NASA Flight Research Center an der Edwards AFB in Kalifornien vom 22.Mai 1962 überhaupt nicht zufrieden: "Die von NASA-Pilot Joe Walker gemeldeten Objekte wurden jetzt als Eis identifiziert, das sich in Flocken vom Flugzeug X-15 löste. Die Analyse weiterer Filme aus Kameras auf der Oberseite der X-15 führte zur Identifizierung der vorher nicht identifizierten Objekten. Eis bildet sich auf der X-15, nachdem sie mit flüssigem Sauerstoff aufgetankt werden ist." Übrigens wurde diese Erklärung am 24.Mai 1962 auch in den Medien verwendet, so beim Daily Telegraph. Tatsächlich ist diese Erklärung bis heute gültig (wurde sogar in NICAP-Newsletter The UFO Investigator Nr.4/1962 akzeptiert, nachdem Keyhoe das Filmmaterial im NASA-Büro von Washington, DC einsah), und betrifft eine ganze Reihe von anderen derartigen Vorkommnissen, die als Astronauten-UFO-Fälle sogar heutzutage noch gehandelt werden. Der FSR und den UN ist dies natürlich nicht genehm und man sprach somit davon, dass die US-Regierung unbedingt nur ein echtes Rätsel vor der Öffentlichkeit "begraben will". Die UFO-Gemeinde gab sich mit dieser Erklärung nicht zufrieden, der britische UFOloge Charles Gibbs-Smith äußerte sich sodann unter Vorwegnahme eines "Um Himmels willen!": "Erklärungen über Objekte im Weltraum sind sogar noch spannter als der Glaube an Fliegende Untertassen selbst." Aufgrund dieses Konstrukts wurde schon 1962 ein Blick in die nahe Zukunft geworfen: "Wenn UFO-Stützpunkte auf dem Mond vorgefunden würden, wprde man dann den Steuerzahlern, die ja die Entdeckung erst ermöglichten, erlauben, die Wahrheit zu erfahren?" Damit wurde schon der Samen für die Apollo-Missions-Gerüchte knapp zehn Jahrer später gelegt, um den ufologischen Nährboden und die hoffnungsvolle Erwartungshaltung aufzubereiten, wenn es soweit ist. Es konnte dann gar nicht mehr anders sein. Ein hervorragendes Fallmuster für eine sich selbst bestätigende Behauptung.

                                         

Joseph Walker

                                                                                   (Jo Walker) 

     Mittwoch, 8. Juli 1964, General-Anzeiger Bonn: Kurzmeldungen. Über ein´mysteriöses erleuchtetes Objekt berichteten gestern eine Reihe von Sizilianern. Zwei Verkehrspolizisten beschreiben es als eine Scheibe, die die Größe des Mondes erreichte und dann verschwand. Unbekannte Flugkörper im All: J. Walter, der Pilot des amerikanischen X-15-Flugzeugs, das kürzlich die Rekordhöhe von über 75 Kilometern erreicht hat, teilte jetzt mit, auf den Filmen, die er während eines Höhenflugs aufgenommen hatte, seien Flugkörper unbekannter Herkunft zu sehen. Zum zweiten Male wurden damit derartige Gegenstände in großen Höhen beobachtet. Diese Gegenstände sind zylinder- oder diskusförmig.

(Scott Carpenter

     Am 21.Februar 1969 brachte die Frankfurter Rundschau eine Kurzmeldung folgenden Inhalts: Frank Borman, der amerikanische Apollo 8-Kommandant, der zusammen mit den Astronauten Lovell und Anders als erster Menschen den Mond umkreiste, glaubt nicht an Fliegende Untertassen. Auf einer Pressekonferenz in Lissabon erklärte er, diese Dinge seien Gebilde menschlicher Phantasie. Borman, der nach seiner Europareise morgen in die Vereinigten Staaten zurückkehren wird, wurde in Lissabon von Präsident Thomaz und Ministerpräsident Caetano empfangen.


     Die Illustrierte Bunte nahm sich ab Nr.7/1982 wieder einmal den UFOs in einer Artikelserie an, ihr einfallsreicher Titel: "Das Jahrhundert-Rätsel: UFO - Spuk oder Wirklichkeit?" Die nächste Folge heizte im BILD-Stil mit "Die geheimen Protokolle der NASA" und "Plötzlich schwenkte das Radar des NASA-Kontrollzentrums von der Rakete weg und erfaßte ein UFO" weiter den Spannungsbogen an. Der der NASA zugesprochene Aufreißer-Vorfall von 1953 (als es die NASA noch gar nicht gab) behandelte den sogenannten Kinross-Zwischenfall (der USAF zugesprochen), der nichts weiter als eine Presseente war und auf den bereits ganze Generationen einfältiger UFOlogen hereingefallen sind. Selbst heute noch. Als man dann doch zu vorgeblichen "NASA-UFO-Geheimnissen" kommt, sind dies natürlich alles "geheime" Vorfälle, über die die NASA nichts nach außen dringen lassen will, seltsamer Weise gingen die in der Bunten verwendeten Fälle teilweise schon fast zwei Jahrzehnte vor dieser aktuellen Aufmotzung des UFO-Aberglaubens durch die Agenturen der Weltpresse. Übertreibungen wie "mit irdischen Maßstäben nicht vergleichbare Raumschiffen" wurden z.B. Edwin Aldrin ob angeblich eigener UFO-Sichtungen zugeschustert. Schließlich wurde der Apollo-11-Schneemann-Effekt-Film ebenfalls als Beweis aus der zugestaubten Schublade geholt und in der Zeitschrift mit dem zugkräftigen Journalisten-Stempel "streng geheim" versehen, erst durch Kommissar Zufall wurde dieser Film "auf irgendeine Weise herausgeschleust". Diesen James Bond-Touch wollte sich die phantastiebegabte Autorin nicht nehmen lassen. Das The Edmonton Journal vom 4.August 1991 hatte die Schlagzeile "Fremdes Objekt begleitet Shuttle" anzubieten: Die Astronauten des Space Shuttle
ATLANTIS dachten einen entspannten Tag an Bord ihres Vehikels erleben zu können, doch die NASA-Bodenkontrolle machte sie auf ein seltsames Objekt aufmerksam, welches entlang ihres Raumschiffs trieb. Das etwa 1,50 Meter lange und an eine Wagenstoßstange erinnerende Objekt wurde gestern von den Astronauten betrachtet. Als sie dann Fernsehaufnahmen des Dings zur Erde schickten, forderte die Bodenkontrolle den Piloten Mike Baker auf Nahaufnahmen zu machen. Flugdirektor Phil Engelauf erzählte Journalisten im Johnson Space Center daraufhin, das ähnliche Objekte schon während vorherigen Shuttle-Einsätzen  ausgemacht worden sind und man denke, es handelt sich hierbei um zurückbleibende Trümmer die durch das Aussetzen von satelliten entstehen. Tatsächlich hatte die ATLANTIS tags zuvor einen US-Tracking and Date Realy-Satelliten ausgesetzt, von welchem das nun nahebei herumtreibende Material als kosmischer Müll zurückblieb. Lichterkette zur MIR-Pepsi-Werbung: Wir erhielten einen Beobachtungsbericht der Salzburger Volkssternwarte (Österreich), im Museum "Haus der Natur", wonach am Donnerstag, den 6.Juni 1996, um genau 23:22 h MEZ folgendes geschah: Während einer Sternführung machte ein Besucher das Team um Gerhard Grau auf einen hellen, sich bewegenden "Stern" in einer Höhe von ca 10° über dem Horizont mit der Frage aufmerksam, ob dies ein Satellit sei. Unter Verwendung eines 8x30 Feldstechers konnten dann mehrere Vertreter der Sternwarte sogar eine ganze Reihe von Leuchtpunkten erkennen, die von etwa SW nach NO bei wolkenlosen, klaren Himmel in einer kettenartigen Formation dahinzogen. Diese Kette bestand aus 12 sternähnlich leuchtenden Punkten in unregelmäßigen Abständen zueinander, siehe Skizze. Diese Abstände veränderten sich zueinander während der Beobachtung nicht. Die Länge der Kette wird auf etwa 12° geschätzt und die Objekte flogen mit gleichbleibender Geschwindigkeit ohne jegliche Geräuschentwicklung. Hintenweg befand sich das auffälligste Objekt in der geschätzten Helligkeit von - 3 mag und einer gelblich-weißen Färbung. Die Objekte 4 und 5 zeigten unterschiedliche Oberflächenhelligkeiten - beide etwa + 5 mag (Farbe: weiß); Objekt 6 etwa + 4 mag (Farbe: weiß); die Objekte 1, 4, 5, 6 waren in Zenitnähe mit freiem Auge sichtbar. Die Helligkeit der restlichen Objekte wird auf + 6 mag. und + 7 mag. geschätzt.Die Farbe ebenfalls weißlich. Die Helligkeit aller Objekte war von gleichbleibender Intensität. Etwa ab Zenitnähe war eine Abnahme der Helligkeiten bis zum Verschwinden in einer Höhe von ca 30° über dem Horizont zu beobachten. Die Astronomen standen vor einem Rätsel und reichten die Observations-Meldung an uns weiter. Inzwischen war aber auch beim astronomischen Büro in Wien das Geschehen bekannt geworden, wonach im Raum Niederösterreich, Oberösterreich und Salzburg diese Lichterkette gleichzeitig gesehen worden war. Weshalb sich z.B. die von Hansjürgen Köhler eingebrachte Idee von einem Flugzeug-Überführungsflug und die von Herrn Grau aufgebrachte Idee von einem Ballon-Zug erledigte. Satelliten-artig sah die Sache durchaus aus, aber gleich ein Dutzend dieser unmittelbar hintereinander? Von der Freisetzung einer solchen "Satelliten-Flotte" hatten wir aber nichts gehört! Am Montag, den 8.Juli, nach Eingang des Fragebogens von Herrn Grau,verschickten wir eine Pressemitteilung an die APA in Salzburg und Wien mit einem Aufruf an etwaige Zeugen des Himmels-Geschehens sich bei uns zu melden. Das Thema war aber offenbar der Nachrichten-Agentur zu unwichtig und somit wurde eine Chance verpaßt, weitere Zeugen ausfindig zu machen. Am Freitag, den 12.Juli, bekam Hansjürgen Köhler Post von der Münchner Luftraum-Überwachung, die die grenzüberschneidenden Radar-Daten für den bekannten Zeitraum für uns geprüft und keinerlei korrespondierende Flugbewegungen registriert hatte. Am selben Tag ging aber auch Werner Forster´s UFO-Nachrichten-Heft für Juli/August 1996 bei uns ein, welches erstmals in der jahrzehntelangen Bezugszeit von uns einen Anlaß für konkrete und fortführende Recherchen zu einem aktuellen Vorfall bot. Auf S.15 fanden wir in der Rubrik "Was geht am Himmel vor?" den Sichtungsbericht des UN-Lesers Dieter H. aus Aschaffenburg, der genau das selbe Phänomen wie dieLeute in Österreich ausgemacht hatte, als er eine Beobachtung des Durchgangs der russischen Weltraum-Station MIR machte. Das helle Hauptobjekt hinten war sonach eindeutig MIR gewesen, während die elf anderen Objekte nach Leseart des UN-Fans "außerirdische Flugobjekte" in Begleitung der MIR waren und sicherlich von den Weltraumbehörden und von NORAD registriert wurden, "wahrscheinlich hat auch die MIR-Besatzung dieses Phänomen beobachtet", welches ganz bestimmt keine Trümmer (von was?) waren. Durch die UN hatten wir den entscheidenden Tip bekommen auf den wir hätten selbst stoßen können: MIR. Am Samstag, den 13.Juli nahmen wir Verbindung in dieser Sache mit unserem Austauschpartner Jost Jahn aus Bodenteich auf, welcher das "Astro FAX Zirkular" herausgibt. Wieder einmal zeigte es sich, dass sich UFO-Phänomene in Zusammenarbeit mit der wissenschaftlichen Gemeinde durchaus aufklären lassen, wenn man die richtigen Quellen kennt. Herr Jahn hatte von der Sache schon von anderer Seite aus gehört und schickte uns zunächst den Beobachtungsbericht von Gunter Monz aus Namborn, der in der Nacht vom 13.auf den 14.Juni um 1 h die MIR mit dem Feldstecher beobachtete: "Dabei bin ich fast vom Sitz gefallen, denn ich sah in der scheinbaren MIR-Bahn etwa 6 Lichtpunkte voraus- und etwa 4 hinterher. Die Punkte waren alle gleich hell und ein wenig gegeneinander versetzt. Der Gesamtkomplex hatte etwa einen Gesichtsfelddurchmesser (!) im Fernglas. Eine optische Täuschung ist ausgeschlossen. Das Ding müßte ja riesig sei. Ich beobachtete MIR noch einige Male in den nachfolgenden Nächten, fand aber keine Anzeichen mehr dafür." Monz forschte weiter nach und fand heraus, das weitere Satelliten-Beobachter z.B. in den Niederlanden und in den USA dieses Phantom der "Lüfte" ausgemacht hatten, spät abends am 6.Juni und nochmals spät abends am 13.Juni ließ sich so mancher davon faszinieren*. Die auftretenden Lichterketten standen jeweils in direkter Korrespondenz mit Ausstiegs-Manövern (EVA) der MIR-Crew im himmlischen Orbit, wobei auch die bekannten Reklamemaßnahmen für den Getränkehersteller PEPSI liefen, bei denen man eine riesige PEPSI-Büchse im All aufzog und filmte. Hierbei gab es scheinbar auch ein Groß-Reinemachen und so mancher Müll wurde in den Kosmos hinaus "entsorgt", der sich aufgrund der Differenzgeschwindigkeit zu MIR rasch entfernte und kurzfristig die beobachtbare Show anbot. Bereits Professor Sir Bernard Lovell hatte sich im Jahre 1988 auf einer Pressekonferenz hinsichtlich des Problems der Weltraum-Verschmutzung durch irdischen Weltraum-Müll etc so ausgedrückt: "Es gibt im Augenblick Abermillionen Trümmerstückchen im Orbit, wenn man alle Stücke mitzählen würde, die mikroskopisch klein sind. Sie haben ein Gesamtgewicht von 2.000 Tonnen. Russische Kosmonauten lassen regelmäßig Müllsäcke durch ihre Luftschleusen ins All fallen. Das ist absolut unentschuldbar. Leute lassen auch Treibstoffkanister im All und glauben, dass sie dort keinerlei gefahr darstellen." Fall abgeschlossen. *= Tatsächlich sind solche Erscheinungen nicht neu, wie bereits 1967 im ersten amerikanischen UFO-Kiosk-Magazin Flying Saucers/UFO Reports (Nr.4) von John A.Keel in seinem Artikel "The Astronaut´s Report: UFOs in Outer Space" berichtet wurde, war während der Gemini 12-Mission unter James Lovell und Edwin Aldrin ähnliches im November 1966 passiert. Captain Lovell erklärte so am 23.November 1966 auf seiner Pressekonferenz, dass die Crew "drei Objekte in einer Reihe nahe ihrem Orbit dahinschweben sahen". Zunächst waren sie davon überrascht, dass sie wie kleine Sterne im Licht aussahen, aber keine gewesen sein konnte. Dann erinnerten sie sich daran, ein paar Erdumrundungen vorher drei kleine Plastiksäcke voller Abfall aus dem Raumschiff ausgeschleust zu haben und sie scheinbar diesen nochmals begegneten. Ein "UFO-Trio" 1966 bereits als Folge des Problems des Mülls im Weltraum...

                                                                          


   (Gemini XII Objekte)

     UFOs und die NASA. Dank BILD und zweier Pro7-Sendungen (Taff und SAM) hatte Deutschland neuen Diskussionsstoff erhalten. Auch wenn es alte Hüte waren. Hier ein Beitrag aus dem CompuServe-Dienst: Ich liebe diese "Verschwörungsgeschichten" a´la "Die NASA verheimlicht uns was" - speziell, wenn es nicht stimmt. Diese als "Glühwürmchen" bekannten Objekte sind bereits seit dem ersten Mercury-Orbitflug bekannt und treten mit schöner Regelmäßigkeit bei allen bekannten bemannten Raumflügen auf. Ich habe auch ein paar dieser Dinger auf Video (aus diversen Spacenights und Raumfahrt-Dokumentationen). Ich gebe mal den "Entdeckungsbericht" dieser und einiger anderer Nasa-UFO´s.Sie stammen aus einem Uralt-Buch von 1965 namens "Die ersten Menschen im Weltall" von Dolezol.


Funkverkehr Sheppard (in Houston) und Glenn (in Friendship 7):

She: "Friendship 7, hier ist Canaveral"

Gle: "Friendship 7 an Canaveral, verstehe laut und deutlich."

She: "Würdest Du uns bitte sagen, welche Schwierigkeiten Du mit der
Steuerung hattest?"

Gle: "Ich habe die halbautomatische Steuerung eingeschaltet, um besser
lenken zu können. Es fing an als ich Guaymas erreichte. Die Kapsel scheint
in der Sekunde einen Gad nach rechts abzuweichen bis auf 20 Grad, schwingt
dann zurück auf Null und wieder bis 20 Grad und zurück"

She: "Empfehle, bei halbautomatiscer Steuerung zu bleiben."

Gle: "Verstanden, bleibe bei halbautomatischer Steuerung. Halbautomatische Steuerung ist normal. Durch das Fenster habe ich einen schönen Ausblick auf die Küste. Kann über Florida hinaussehen. Lufttemperatur Kabine 35 Grad, 20 Grad im Anzug. Das einzig wirklich ungewöhnliche bisher waren neben den Steuerungsschwierigkeiten Objekte, Tausende von leuchtenden Partikeln um die Kapsel über dem Pazifik."

She: "Haben alles mitbekommen. Sieht so aus, als ob Du in guter Verfassung  wärest."

     Komisch, nicht? UFO´s nur mit einem Nebensatz zu erwähnen, aber stundenlang über die halbautomatische Steuerung zu schwadronieren. In seiner Autobiografie schreibt er zu dem Thema dann: "Die größte Überaschung des ganzen Flugs erlebte ich im Morgengrauen. Das Raumschiff war von leuchtenden Partikeln umgeben, die gelblichgrün schimmerten. Mir kam es vor, als bewegte sich die Kapsel in einem Schwarm Glühwürmchen. Ich beobachtete die Erscheinung etwa vier Minuten, und zwar jedesmal, wenn für die Kapsel die Sonne aufging."

     In einer Spacenight-Folge über das Projekt Mercury sieht man die Dinger auch auf Film. Mal nachts auf B3 den Videorecorder laufen lassen, irgendwann wirds garantiert widerholt. Die Erklärung: Astronauten atmen CO2 aus. Der wird ausgewaschen und Sauerstoff nachgefüllt. Um den Druck in der Kapsel konstant zu halten, wurde der Überdruck über ein Ventilsystem ins All abgelassen. Waren nur ein paar Kubikzentimeter pro Stunde oder so, aber in der Luft war auch Wasser. Bei Tage kein Problem, aber in der Nacht fror das enthaltene Wasser zu Kristallplättchen. Die Ausströmgeschwindigkeit war minimal, daher blieb die Partikelwolke bei der Kapsel. Morgends fiel dann das Sonnenlicht drauf und erleuchtete die rotierenden Kristallplättchen, aber nach wenigen Minuten war der Spuk vorbei, die Eisplättchen verdampft. Bei einer Gemini-Mission fror das Ventil zu, und man mußte gewagte Manöver´durchführen um es durch die Sonne wieder auftauen zu lassen. Ob das bei den Shuttles immer noch gemacht wird, weiß ich nicht. Oder wohin die Klospülung läuft - yuck.

     In dem Buch habe ich noch ein paar UFO-Sichtungen gefunden. Hier gehts um Gemini 4 mit McDivitt und Ed White. Die sollten sich nach dem Abtrennen derzweiten Raketenstufe auf 5 Meter annähern, White sollte aussteigen und zur Rakete hinüberschweben.15:20 h "Erste Stufe ausgebrannt und abgesprengt. Die zweite zündet planmäßig. Die erste Stufe entfernt sich schnell. Sieht hübsch aus und überschlägt sich." 15:24 h "Wir haben die Umlaufbahn erreicht. Sind abgetrennt, die zweite Stufe ist 100 m von uns entfernt". Jetzt sollte die Kapsel "mal eben" an die Stufe heranfliegen. Das haute aber nicht hin. Ein paar Stunden später, 17:20, meldete ein frustrierter McDivitt: "Wir haben schon die Hälfte des Antriebsgases verbraucht, und noch immer ist die Stufe rund 90 Meter entfernt. Ich glaube wir müssen einfach zusehen, wie sie verschwindet". Wie konnte das passieren? Die Hälfte des Treibstoffs, und nur 10 Meter näher, obwohl beide Objekte mit praktisch gleicher Geschwindigkeit flogen? Bei der 19. Erdumkreisung meldete McDivitt plötzlich aufgeregt, er sehe ein seltsames Flugobjekt. Es würde in der Nähe der Kapsel fliegen, vielleicht 20 Kilometer entfernt. Es habe seltsmae, lang ausgestreckte Arme und Paddel. Die Beschreibung des Objekts ergab eine eindeutige Identifizierung: Es handelte sich um den amerikanischen unbemannten Satelliten Pegasus, dessen Riesenpaddel messen sollten, wieviele Mikrometeoriten und kosmische Staubteilchen auf ihre Flächen aufprallten. Die Bodenstation ließ die Bahn der Sonde überprüfen und fand, dass diese zur Zeit der Beobachtung im richtigen Winkel stand, aner nicht zwanzig sondern über 200 Kilometer entfernt am Schiff vorbeigezogen war. Während der 38. Erdumkreisung meldeten White und McDivit erneut aufgeregt ein unbekanntes Flugobjekt in ungefähr 10 Kilometer Entfenung. Es sei irgendwie rund/oval und weiß und schien die Kapsel zu begleiten. Auf der Fotografie, die McDivitt mit einer Kleinbildkamera schoß, zeigte sich nur ein ovaler Lichtfleck. Überprüfungen ergaben, dass sich in der richtigen Richtung, aber über zehnmal weiter die abgetrennte zweite Raketenstufe befinden mußte, die fast dieselbe Geschwindigkeit wie Gemini 4 hatte. Die Physiker und Ingenieure kamen zu einem verblüffenden Ergebnis: In beiden Fällen hatten White und McDivitt, erfahrene Air Force-Piloten, die Entfernung um den Faktor 10 unterschätzt. Nach genauer Auswertung der Telemetriedaten stellte man weiterhin fest: Auch das Annäherungsmanöver schlug aus diesem Grunde fehl. Als McDivitt meldete, die zweite Stufe sei 100 Meter entfernt, war sie bereits weit über 1000 Meter von der Kapsel abgetrieben. McDivitt flog das Annäherungsmanöver per Handsteuerung und setzte seine Steuerschübe so ein, wie er es bei einem 100 m entfernten Objekt getan hätte. Die folgenden Gemini-Missionen untersuchten dieses Phänomen und stellten fest: Das menschliche Auge kann sich dem Weltall schwer anpassen. Dort gibt es keine Vergleichsmaßstäbe, an denen man die Größe eines Objekts vergleichen kann. Zudem fehlt jegliche atmosphärische Trübung, die ein "einblauen" bei großen Entfernungen bewirkt, ein entferntes Objekt erscheint vergrößert. Es war den Astronauten unmöglich, exakte oder auch nur ungefähre Entfernungen abzuschätzen, sodass in späteren Missionen ein Radargerät installiert werden muß, um die geplanten Redezvous-Missionen fliegen zu können" (wie gesagt, das Buch stammt aus der prä-Apollo-Zeit. Damals war man tatsächlich noch an Aufklärung interessiert und sah nicht in jedem Lichtpunkt ein UFO. Als ehrliches Glühwürmchen kann man es sich heute ja nichtmal mehr trauen zu blinken, ohne am nächsten Tag gleich als "außerirdische Invasionsflotte" in der "BLÖD" zu landen. In de.alt.ufo wurde sogar Goethe´s Beschreibung eines Glühwürmchenschwarms in Italien als UFO-Sichtung umfrisiert.)

     In einem UFO-Bericht über das Pegasus-Ereignis las ich sinngemäß (aus demGedächtnis): "Die NASA behauptete, es handele sich um den Satelliten Pegasus, aber der war nicht 20, sondern über 200 Kilometer entfernt und daher von den Astronauten kaum zu sehen..." Eine eindeutige Umkehr und, wie ich sagen würde, eine bewußte Lesermanipulation. Die Kausalität (also Ursache und Wirkung) wird mal eben umgedreht, ohne die wahren technisch/physikalischen Hintergründe zu beachten. Das mindeste was man solchen Autoren vorwerfen muß, ist Inkompetenz. Auch hier wird leider nur eine Wunschvorstellung in ein Phänomen hineininterpretiert, ohne sich um Hintergründe und Kausalitäten Gedanken zu machen. Ich habe langsam den Eindruck, dass die Menschheit in einem UFO-Wahn versinkt, eine Art finsterstes Mittelalter mit technischem Anstrich. Weltraumheilige statt Engel, und Grays statt Dämonen. Schade, denn dadurch trauen sich immer weniger "renommierte" Forscher ans Licht, die einen Ruf zu verlieren haben, und überlassen das Feld den Schwätzern und Besserwissern. Und die paar idealisten, die es ernst meinen, landen dann auch direkt im Sack der "UFO-Spinner". Kein Wunder, dass heutzutage Kinderchen mit einem Plastikmodell so gute Chancen haben, als "echte UFO-Entdecker" durch Presse und UFO-Kuriere gezogen zu werden...

                                                        

Entfaltungssequenz eines Pegasus Satelliten

                                                                            (Pegasus Projekt)         

     Durch die ganzen eingebildeten UFO-Sichtungen wird das Gesamtsignal so verrauscht, dass die paar ernstzunehmenden Ereignisse totel untergehen. Naja, wer weiß, vielleicht stecken ja auch SIE dahinder, die durch diese induzierte Massenpsychose von den wahren Ereignissen ablenken wollen? Vielleicht werden ja Santilli, Amaury und Cooke von IHNEN bezahlt, um Sand in die Augen der Meschheit zu streuen. CompuServe-Mitglied Frank Doernenburg am 11.9.96 im Encounters-Forum. Auch unser Kollege Daniel Fischer, Herausgeber der SKYWEEK, nahm sich des Themas wie folgend an:"Hier tut bitter Aufklärung not - denn Pro 7 hat sich hier Material aus der UFO-Szene als "exklusiv" andrehen lassen, das a) bereits seit mehreren Jahren ausgiebig im US-Fernsehen gezeigt wurde - und b) bis in's kleinste  Detail aufgeklärt worden ist. Ausserdem ist es c) schlicht gelogen, dass es seit diesen Aufnahmen keine Livesendungen von der Restlichtkamera in der Ladebucht des Shuttles mehr gäbe. Diese Sendungen gehen weiter und gehören zum spektakulärsten Bildmaterial, das bei den Shuttleflügen anfällt! Oft wird stundenlang auf diese Kamera geschaltet, und man sieht Gewitter über der dunklen Seite der Erde, das Leuchten der oberen Atmosphäre, tausende von Sternen - und natuerlich auch die Eisteilchen, die sich immer wieder mal vom Shuttle lösen. Die Livesendungen während der Shuttleflüge werden über einen NASA-Satelliten ausgestrahlt, den jedermann frei mit einer kleinen Antenne empfangen kann (leider steht er fuer Europa ein paar Grad unter dem Horizont), und dessen "Feed" auch von vielen US-Kabelfernsehnetzen übernommen wird. Auf diese Weise konnte ich diese Aufnahmen schon öfters selbst stundenlang geniessen (sie haben einen irgendwie psychedelischen Charakter und machen geradezu süchtig - vielleicht sind sie deshalb bei den UFO-Spinnern in aller Welt so populär...", zuletzt im Februar 1996, worüber ich mich auch in Artikeln ausgelassen habe. So viel zu der Verschwörungstheorie, die die Pro-7-"Journalisten" geglaubt haben...


     Für all jene, die verzweifelt nach derartigen Fotomaterial Ausschau halten folgender Hinweis: Die NASA hatte mal angekündigt, nach und nach ihr gesamten Bildarchiv (über 100.000 Negative) einzuscannen und online verfügbar zu machen. Durch die Bildnummern kann man schon vielleicht erreichen, auch wenn es noch Lücken gibt. Eine andere Hoffnung ruht auf der Regional Planetary Image Facility in Berlin, wo eigentlich Negativkopien aller NASA-Mondbilder lagern sollten. Da die Gerüchte um Astronauten-UFO-Sichtungen in den 70er Jahren die UFOlogie überschwemmten, besuchte Dr.J.A.Hynek im Juli 1976 das Johnson Manned Spacecraft Center der NASA in Houston im Auftrag von seinem Center for UFO Studies (CUFOS). Er bekam alles Material gezeigt, was ihm interessant erschien und folgerte danach, es es keine authentischen Fälle (dafür aber viele erfundene Geschichten, so die X-15-Story vom 30.Mai 1962; die Voskhod-1-Story vom 12.Oktober 1964 oder die Sache vom 4.Dezember 1965 mit den Gemini-Piloten Frank Bormann und Jim Lovell, die angeblich ein dünnes, ovalförmiges UFO fotografiert haben sollten) gibt, die wirklich irgendetwas mit einem "echten UFO-Phänomen" zu tun haben. Zudem gäbe es Fälle, die erst aus dem Zusammenhang gerißen zu UFO-geschichten wurden. So wie beim Fall des Mercury VIII-Flugs vom 3.Oktober 1963. Walter Schirra berichtete von gewaltigen, glühenden Massen über dem Indischen Ozean. Doch dies waren keine Mutter-UFO-Raumschiffe gewesen, sondern in Wirklichkeit berichtete er von blitzerleuchtete Wolkenmassen über dem nächtlichen Ozean 100 Meilen unter sich. Viele andere       

                                                        (Angebliche UFOs aus  Skylab auggeommen)

"Astronauten-Berichte" ließen sich anfügen, darunter Fotografien von SKYLAB (von einem vorbeiziehenden Satelliten, welcher durch die Kameraeinstellung verzerrt aufgenommen wurde), von Apollo-Mondflügen und von diversen weiteren Mercury- und Gemini-Flügen. Kein Fall würde bei entsprechender Untersuchung als "außerordentlich" oder "ungewöhnlich" bezeichnet werden, wenn auch manche Sichtung von vorbeiziehenden Satelliten technisch "unidentifiziert" bleibt, da man diese Satelliten niemals namentlich erfaßt hatte. Überraschender Weise meldeten sich daraufhin UFO-Gläubige zu Worte, die ausnahmsweise einmal skeptisch wurden, weil Hynek alle "Astronauten-UFO-Berichte" zurückgewiesen hatte und darauf verwies, dass derartige Storys nur aufgrund der großen Probleme innerhalb der UFO-Gemeinde selbst kursieren können. Hynek stand deswegen in der Kritik, weil er selbst1975 das Buch The Edge of Reality geschrieben hatte, in welchem er eine lange Liste von "echten" Astronauten-Sichtungen vorlegte, deren Authenzität aber vormals nie von irgendjemand überprüft worden war und somit auch in dieses Buch rutschten, da sie sonstwo schon vorgestellt worden waren. Die Hynek´sche Liste wurde ursprünglich von George Fawcett erstellt und Koautor Jacques Vallée hatte sie in das Buch eingebracht, "um die Diskussion anzuregen". Fawcett selbst gestand blauäugig zu, geglaubt zu haben, dass diese Berichte wohl schon von irgendjemandin der Vergangenheit überprüft worden seien, weil sie ja immer wieder veröffentlicht wurden. 1978 meinte er dann, "vielleicht ist doch ein Prozent dieser Geschichten wahr" und setzte sich die berühmten Scheuklappen auf. Das ganze Phänomen der "Astronauten-UFO-Sichtungen" verdeutlicht die Sorglosigkeit und den Mangel an Nachforschungen in den ufologischen Kreisen, welche auch die abwegigsten, wildesten Stories ohne irgendwelche Fragen nach Authenzität oder Wahrhaftigkeit akzeptieren. Natürlich begrenzt sich diese Einstellung nicht nur auf den Bereich der "Astronauten-UFOs". Es wäre nicht schlecht, wenn sich die UFO-Gemeinde immer wieder mal selbst fragen würde, wie so ein unglückliches Verhalten zustandekommt und weswegen dies ein ufologischer Standard ist, schließlich geht es hierbei um die Glaubwürdigkeitsfrage der UFOlogie als solche.

   (Skylab das erste US- Weltraumlabor)   

     Der Mann vom Mond"Ihre Namen sind legendär. Shepard, Glenn, Armstrong, Aldrin: Männer, die Amerika in den Weltraum und zum Mond führten. Und nachdem sie das Universum in einer Art und Weise sahen, von denen der Rest der Menschheit nur träumen kann, kamen sie aufgrund ihrer Erfahrung verändert zur Erde zurück. Aber ihre Reise hat einige von ihnen soweit verändert, wie Sie es nie vermuten würden. Heute Nacht haben wir hier die Geschichte eines Mannes, der über den Mond lief und mit Ideen zurückkehrte, die nicht von dieser Welt sind. Hier ist Dennis Murphy...", soweit der Ansagetext der originalenDateline NBC-Sendung vom 19.April 1996. Um wen es geht ist Ihnen vielleicht schon klar: Edgar Mitchell. Er ist ein weiterer der US-Raumfahrt-Helden der frühen Tage, welcher vom 31.Januar bis 9.Februar 1971 mit Apollo 14 seinen Lebenshöhepunkt erfuhr, 33 Stunden lang im Fra Mauro-Gelände des Mondes zusammen mit seinem Kollegen Alan Shepard herumspazierte und als der ESP- oder PSI-Astronaut bekannt wurde. Seither hat sich aber viel bei Mitchell verändert, nun reist er durch eine Welt, wo das Paranormale normal und Außerirdische Tatsachen und keine Fiktionen sind: "Ich bin überzeugt, das es da draußen Leben gibt. Es ist nur die Frage, wie weit entwickelt es ist. Sind sie tausend Jahre weiter? Das macht schon was aus." Bereits in der Esotera Nr.1/1974 wird er erwähnt als jener amerikanische Astronaut, der sich für die Möglichkeit interessiert, "dass es sich bei extraterrestrischen Besuchern um die Projektionen von Astralkörpern handeln könnte. 'Wenn das Phänomen überhaupt existiert', äußerte er, 'dann könnte es eine absolut mögliche Form der intergalaktischen Fortbewegung sein, und wahrscheinlich sehr viel risikoloser als der Raumflug.' Eine interessante Äußerung, der wir nur noch hinzufügen wollen, dass Mitchell in seiner neuen Funktion als Koordinator der modernen amerikanischen Paraforschung in einer besonders günstigen Position ist, das Verständnis um diese Dinge zu erweitern!" Nun, der Blick im Weltraum auf den Mond, die Sonne, die Erde und die Milliarden von Sternen und Galaxien im Kosmos hat bei manchem Raumflieger eine spirituelle Transformation bewirkt. Apollo 12´s Alan Bean wurde Maler von surrealistischen Jagdszenen in den Mond-Meeren, obwohl folgende Zeitungsmeldung etwas anderes erwarten lassen würde: Heute erneut Inspektion der Mondfähre - NASA berichtet über sensationelle Wachstumerfolge auf Mondgestein - Die Astronauten sichteten unbekanntes Flugobjekt meldete am 15.November 1969 die Nürnberger Zeitung: Auf ihrem Flug zum Mond wurde die Aufmerksamkeit der Astronauten gestern durch ein unbekanntes Objekt abgelenkt, das in einer Entfernung zur Apollo 12 aufblinkte und zu rotieren schien. Die Vermutung der

                                                          Apollo 12 Collage

                                                                        (Das Team von Apollo XII)

Astronauten, dass es die abgestoßene dritte Raketenstufe der Satrurn V sei, wurde von Houston jedoch widerlegt, da diese Stufe nach den Berechnungen der Techniker zu diesem Zeitpunkt rund 4.500 Kilometer von Apollo 12 entfernt sein mußte. Schließlich gab die Besatzung das Rätselraten mit der Bemerkung auf, dass das unbekannte Objekt ihnen freundlich gesinnt ist.... Schließlich stellte sich das Objekt als eines der vier SLA-Verkleidungsbleche (LEM-Schutzbleche) heraus, die man gerade abgestoßen hatte und noch am Raumfahrzeug mitzog. James B."Jim" Irwin von Apollo 15 (1971) zitierte auf dem Mond Bibeltexte, wurde später evangelistischer Missionar ("Als ich vom Mond zur Erde zurückkehrte, war ich menschlicher und Gott näher") und widmete sich der Suche nach der Arche Noah. Er schrieb für seine High Flight Foundation (welche es sich zur Aufgabe gestellt hat das Evangelium zu verkünden mit dem Kernsatz "Es ist wichtiger, dass Jesus Christus auf der Erde wandelt, als dass der Mensch auf dem Mond spazieren geht") das Büchlein "UFOs - Fact or Fantasy". Wie sehr man Astronauten mit UFOs in Verbindung bringt zeigte bereits am 26.März 1985 die Frankenpost-Schlagzeile "Der Mond und die UFOs: Gespräch mit Apollo-15-Astronaut James Irwin in Münchberg". Schon da war er nach UFOs und Außerirdische gefragt worden. Seine Antwort: "Das meiste, was uns über UFOs erzählt wird, ist reine Phantasie. Ich halte auch überhaupt nichts von Erich von Dänikens Theorien, wonach Außerirdische der Erde schon so manchen Besuch abgestattet haben sollen. Ich glaube nicht, dass es irgendwo im Weltraum - außer auf der Erde - noch intelligentes Leben gibt." Zusätzlich knackte er noch ein Gerücht, welches in einigen Gegenden der Welt umherspukt: hiernach hätten die Astronauten auf dem Mond eine merkwürdige Glas-Pyramide (von Außerirdischen zurückgelassen) gefunden und konfisziert. In Münchberg zeigte Irwin diese Glas-Pyramide vor und hierbei handelt es sich um ein Brocken Mondgestein, welches er selbst dort vom Mond aus der natürlichen Umgebung mitgebracht hatte, welches er sich später dann in Kunstglas eingiessen ließ und als Glückbringer mit sich herumträgt. Als Irwin am 29.März 1985 dann in Schwaigern bei Heilbronn einen Vortrag hielt, besuchten ihn Oskar Böß und Roland Gehardt. Dort hatten sie sogar Gelegenheit für ein kurzes Interview mit dem "Mondmann" betreffs UFOs. Hier erklärte er: "Soviel ich weiß, wurden Millionen Sichtungen gemacht, von denen die wenigsten untersucht wurden. Von denen, die untersucht wurden, konnte man ca 95 % natürlich erklären. Den Rest halte ich persönlich für Phantasieprodukte." Betreffs den Berichten über UFO-Sichtungen durch Astronauten antwortete der Mann von Apollo 15: "Sehen Sie, im Weltall gibt es viele Dinge, die man anfangs für etwas Unerklärliches halten kann. Da gibt es Staubteilchen, Schrott, Abfall, Eiskristalle usw. Mir ist jedoch kein Astronaut bekannt, der jemals sagte, dass er ein außerirdischen Raumschiff gesehen hätte..."

APOLLO 12

   (UFO oder Spiegelung?) 

     Apollo 16´s Charlie Duke wurde Prediger. Mitchell verließ zwei Jahre nach seinem Mondbesuch die Astronauten-Liga und widmete sich dem Paranormalen, womit er seine alten NASA-Kumpel schockierte - er traf sich sogar mit dem Gabelbieger Uri Geller (dem er damit Zugang in die Herzen der Amerikaner verschaffte) und einem tibetanischen Heiler. Zudem gründete er das "Institute for Noetic Sciences". Und nun erklärt Mitchell erstmals vor den Kameras, das er daran glaube, dass die Erde von den Bewohnern fremder Planeten, also Außerirdischen, besucht wird. Er sagt, mit Leuten gesprochen zu haben, die nahe Begegnungen der dritten Art erfuhren. Mitchell wörtlich: "Ich habe selbst keine Erfahrungen gemacht, jedoch die Gelegenheit gehabt mit Leuten aus drei Ländern zu sprechen, die während ihres Dienstes behaupteten, selbst persönliche Begegnungs-Erfahrungen gemacht zu haben... Soweit ich es bisher verstanden habe und was ich bisher sah gehe ich davon aus, dass der Beweis sehr kräftig für diese Außerirdischen ist, und vieles davon ist von der Regierung klassifiziert. Ich denke, es gibt definitiv eine Vertuschung." Natürlich kann Mitchell keine Namen nennen, aber er sagt, das einige seiner Informanten ehemalige US-Regierungs-Angestellte seien (Dean, Dames, Stevens?), "Leute die sagen, dass die Regierung einige Geheimnisse der UFOs kennt" (würde auf die z.B. genannten Herren paßen). Wie die Zeitung Florida Today vom 12.Januar 1996 zu berichten wußte, gehört Mitchell

                                                                         

                                                                             (Steven Greer)

zu jenem auserlesenen Club von ehemaligen Regierungs-/Militär-Leuten, die zu einem privaten Treffen eingeladen worden sind, um eine ganz besondere Kampagne ins Leben zu rufen. Eben die Aktion von Steven Greer vom CSETI. Mitchell: "Der Zweck dieses Treffens war nicht, dass diese Leute unbedingt andere mit ihren Geschichten überzeugen wollen, sondern die Vorbereitung dafür zu treffen, dass diese Personen von ihren Sicherheits-Treuegelöbnissen betreffs diesem Phänomen befreit werden." Nun, dieses Problem dürfte seit der Untersuchung der USAF und der GAO in Sachen "Roswell-UFO-Crash" weitaus weniger tragend sein, als man bisher annimmt. Die Luftwaffenministerin selbst hatte in diesem konkreten Fall alle betroffenen Personen pauschal von ihrem etwaigen Eid befreit, um in diesem 'brisanten' Fall aussagen zu können. Mitchell, freilich, glaubt nicht an die USAF-Feststellung über den MOGUL-Ballon in diesem speziellen Fall. Die eigentlichen UFO-Geheimnisse habe sich eine Privatorganisation nun unter den Nagel gerißen, die sich in der Vergangenheit aus dem militärischen Geheimdienst-Geschäft absonderte und nun eigene Wege beschreitet. "Gefährlich dabei ist, dass diese Gruppe unter einem Black Budget arbeitet und wahrscheinlich 30 Milliarden Dollar pro Jahr zur Verfügung hat. Bei dieser Summe ist Sicherheit und Geheimhaltung das oberste Gebot, alles andere ist nebensächlich. Stellen Sie sich nur vor, welche Resourcen diese Organisation hat, außerdem ist sie niemanden verantwortlich und wird nicht kontrolliert, sie hat die exotische UFO-Technologie in Händen und spielt mit ihr", klagt Egar Mitchell in der Zeitung.  Dr.Edgar Mitchell machte aber durchaus wichtige Feststellungen als Redner auf der sogenannten The Prophets Conference im Oktober 1997. Hierbei machte er nochmals deutlich, selbst keinerlei UFO-Sichtungen gehabt zu haben und auch von keinem Mondflieger wisse, der jemals von einer UFO-Begleitung auf dem Weg zum Mond, auf dem Mond oder auf dem Rückflug vom Mond berichtete: "Es würde mich freuen, wenn dem so gewesen wäre, wir hätten sicherlich alles die uns gewünscht, aber dem war nicht so! Bei all den kursierenden Geschichten dazu kann ich nur sagen, dass daran nichts ist. Wer soetwas behauptet betreibt Desinformation oder ist ein reiner Ignorant. Noch nicht einmal bei der NASA wurde damals irgendsoetwas im Vorfeld der Mond-Expeditionen angedacht, es wäre eine spöttische Idee gewesen, wenn wir uns Gedanken um Begegnungen mit fremden Wesen auf dem Mond beschäftigt hätten."  Mitchell und Gordon Cooper haben mit 20.000 (von über 200 Millionen) anderen Amerikanern die Roswell-Deklaration unterschrieben, um in einer Bürgerinitiative die Forderung zu unterstützen, dass die Organe der Regierung ihre UFO-Dokumente der Öffentlichkeit vorstellen sollen. Mitchell betont aber auch hier, keine eigenen UFO-Erfahrungen gemacht zu haben und dass das Thema UFO während seiner Zeit bei der NASA keinerlei Bedeutung hatte: "Bei der NASA war man so sicher, das es derartige Dinge nicht gibt, sodass man auch nicht darüber diskutierte. Doch sicher haben sie von ET-Kontakten gewußt und haben uns dennoch blind und dumm in den Weltraum geschickt, ich denke dies ist schon fast ein Fall von krimineller Sträflichkeit. Nun wird aber alles anders und wir sprechen dabei von einer Revolution. Manchem wird die Entwicklung den Verstand wegblasen." Warten wir es, wie immer schon in den letzten 50 Jahren, ab... Astronaut Edgar Mitchell (der sechts Mann auf dem Mond) ist bei der Apollo 14-Mission dadurch aufgefallen, das er 1971 sich damit versuchte, auf telepathischem Wege symbolische Bilder zu einem Freund in Chicago zu übermitteln. Sein aktuelles Buch The Way Of The Explorers sorgte rasch für Aufregung, da er sich auch für die Freigabe von US-Regierungs-Aufzeichnungen über UFOs einsetzt und zu einem privaten Treffen von ehemaligen Regierungs- und Militär-Vertretern geladen wurde, die eine Kampagne in Sachen UFOs planen. "Dies sind Leute, die in ihrem Amt die Gelegenheit zum außerirdischen Kontakt hatte", sagte Mitchell. "Der Zweck dieses Treffens war es nicht, irgendjemand von ihren Storys zu überzeugen, sondern Menschen zusammenzubringen, die den Mut finden, jenseits ihrer Geheimhaltungs-Schwüre über dieses Phänomen zu sprechen." Laut Mitchell mag es einen kleinen Anteil von wertvollen UFO-Informationen geben, die in einem zehn Mal größeren Anteil von Desinformationen zu verschwinden drohen und dadurch die ganze Sache verzerren. Er wies auf den Mercury-Astronauten Gordon Cooper hin und das 20.000 Amerikaner bereits die Roswell-Deklaration unter schrieben haben - eine Petition mit der man durchsetzen will, dass die Regierungs-UFO-Dokumente der Öffentlichkeit freigegeben werden. Mitchell betonte aber auch, das er keinerlei Wissen über die mögliche Existenz von UFOs aufgrund seiner NASA-Ausbildung erhalten habe, da die NASA zu seiner Zeit sich sicher war, das es derartige Dinge wie UFOs nicht gibt und es daher auch keinerlei Grund für eine Diskussion derentwegen gab. (Florida Today, 12.Januar 1996)

  (Ed Mitchell auf dem Mond)  


     Weitere Mondgeschichten...fand man im britischen Zweimonatsmagazin namens UFO Reality vom Juni/Juli 1996 (Ausgabe Nr.2) unter der Schlagzeile "The secret NASA files". Dazu muß gesagt werden, dass der Betreiber von Amerikas "Arcturs Books Inc", Robert C.Girard, in seinem Katalog 1997-2 dringlichst dem englischen Verleger rät, die bisherige Redaktion hinauszuwerfen und jemanden dafür einzustellen, "der weiß, wie man zwischen Schwindel und Realität, und zwischen Müll und Qualität, unterscheidet". Gemeint kann Girard auch nur den uns hier beschäftigenden Beitrag haben, wo behauptet wird, dass der Apollo 11-Astronaut Neil Armstrong sage, dass die US-Regierung alle Pläne zum Bau einer Mond-Stadt nur deswegen verworfen habe, weil man dort auf dem Mond unbekannte außerirdische Reisende entdeckt hat, die die NASA vor allen Plänen des Aufbaus einer Mondstation oder einer Mond-Stadt warnte! Armstrong´s Mond-Partner Edwin Aldrin habe sogar auf Farbfilm die außerirdische Raumschiffe gefilmt, die der Menschheit bei der Besiedelung des Erdtrabanten im Wege stehen - so jedenfalls Dr.Kasantsev aus Rußland. Armstrong soll bestätigt haben, dass der CIA sofort nach Rückkehr der Mondflieger das entsprechende Filmmaterial einkassierte. Aus Angst wolle Armstrong aber nichts weiter ausführen, außer vielleicht noch, dass der CIA eine umfangreiche Vertuschungs-Kampagne betreffs den UFO-Begegnungen während des US-Raumflugprogramms betreibe... Erstaunlich, wenn diese wilden Geschichten immer noch in Umlauf gesetzt werden, obwohl schon seit über einem Jahrzehnt als barer Unfug enttarnt! Aber das britische UFO-Kiosk-Magazin scheint sich zum Nachfolger des ehemals in den USA erscheinenden Official UFO zu entwickeln, welches mit verrückten und aus den Finger gezogenen Behauptungen in den 70ern die Menschen verrückt machte und das UFO-Feld mit Spinnereien infizierte. Ähnlich verhält es sich mit einem Bericht über Colin Andrews, der Anfang der 90er Jahre durch seine Crop Circle-'Forschung' auffiel. Jetzt wird in UFO Reality behauptet, das der Mann von britischen sowie amerikanischen Geheimdienstlern bedroht und verfolgt wurde, um seine Nachforschungen einzustellen. Schließlich bot man ihm sogar einen schweizer Blankoscheck an, nur damit er aus der Kornkreis-Untersuchung aussteige. Aber die Verrücktheiten nehmen nicht ab, weil in der Aug./Sept.1996-Nummer des Knallheftchens wieder das Thema der "Mond-Anomalien und das große NASA Cover-Up" aufgegriffen wurde. Hier bezog man sich auf einen der "bekanntesten NASA-Wissenschafter", Dr.Farouk El Baz, der erklärt haben will, das nicht jede Entdeckung des Mond-Programms auch der Öffentlichkeit verkündet wurde, für das Blatt ist dies gar die "Untertreibung des Jahrtausends", weil geheimgehaltenes Material nachweist, das alles was die NASA über den Mond verbreitete, eine Lüge ist! Der Mond weist nämlich außerirdische Bauwerke auf und besitzt eine gewiße Atmosphäre. UFO Reality weist dies dadurch nach, das bei einigen Mond-Aufnahmen zu sehen ist, wie die "US-Fahne im Wind flattert". Auf diesen Aufnahmen sei klar zu sehen, wie sich ein Astronaut dagegen stemmen muß, damit Mast und Fahne nicht davonfliegen! Ein weiterer Beweis: Während die Astronauten in ihrem Moon Buggy herumkurvten, sind durch die Windböen Sandwehen entstanden. dass der Mond also ein leblose Wüste ist, so das ufologische Revolverblatt, ist eine "wilde Betrügerei durch die NASA". Als weiterer Beweis existiere die NASA-eigene Feststellung von einer 100 Meilen großen Dampfwolke über der Mondoberfläche. Uns will eher scheinen, als würde in der Redaktion des Blatts der Dunsthauch von Scotch-Wiskey dazu beitragen, derartige Absurdheiten zusammenzufassen. Richard Haines packt aus Am 27.12.1996 meldete sich Dr.Richard Haines in der Mailing-List von Project 1947 zu Worte. Hier erklärte er von 1964 bis 1967 ein Orbital-Simulations-Labor für die NASA entwickelt zu haben und von 1967 bis 1986 als Forschungs-Wissenschaftler für die NASA eingesetzt gewesen zu sein: "Ich half mit, dass die Astronauten zum Mond kamen." Bei den Projekten Gemini, Apollo und Skylab war er mitwirkend. Doch von Astronauten-UFO-Sichtungen hatte er in dieser Position nie etwas gehört, dafür konnte er aber Piloten sprechen, die ihm von überraschenden UFO-Sichtungen berichteten und die ihn von der Realität des UFO-Phänomens überzeugten.

                                                            

                                    (Der berühmte Apollo XI "Schneemann" in Wahrheit nur Linsenspiegelungen)

     Realitäts-Check von Richard Hall. Im amerikanischen UFO Magazine für März-April 1997 nahm sich UFO-Forschungs-Veteran Richard Hall den Gerüchten an, wonach eine Gruppe von NASA-Astronauten sich darum mühe, von allen Sicherheits-Beschränkungen freigestellt zu werden, um von ihren UFO-Sichtungen berichten zu können. "Schön, dieses Gerücht, aber mir scheint es kaum der Wahrheit zu entsprechen", notiert Hall. Dazu führt er aus, dass gerade die NASA zu den offensten Regierungsbehörden der ganzen Nation gehört und seither alle Behauptungen über verborgene NASA-UFO-Informationen ihm verdächtig vorkommen. Sorgsame Untersuchungen über anomale Objekte bei Raumflugunternehmungen haben diese gut als andere Satelliten oder Teile von Weltraumgerätschaften im Orbit erklären gekonnt, führt Hall aus. Ein paar Sichtungen sind bestens noch als "Borderline-UFOs" zu verstehen, hierbei handelt es sich um Licht-reflektierende Objekte von unsicherer Herkunft, aber "keinesfalls um die klassischen Fliegenden Untertassen". Jüngst stiegen Gordon Cooper und Edgar Mitchell in den ufologischen Zirkus ein, die aber nie als Astronauten UFOs sahen. Gerade auch Mitchell fällt in der letzten Zeit auf, aber kaum bekanntgemacht wurde in unserer Kreisen, dass dieser Mann auch den UFOlogen Feuer gab. So z.B. in Art Bell´s Radioshow vom 26.April 1996. Dort hatte er Richard Hoagland´s Behauptungen über künstliche Strukturen auf dem Mond, die von Apollo-Astronauten gesehen worden waren und von der NASA geheimgehalten würden, als "Nonsens" und "Pseudo-Wissenschaft" verurteilt! 

     Im Nachrichtenmagazin FOCUS (Nr.41/1996) finden wir ein Interview mit einem der Männer im Mond - Gene Cernan von der letzten Mondlandemission der Amerikaner, Apollo 17. Er wurde gefragt, ob er Aliens getroffen habe. Seine Antwort: "Ich hätte Ihnen gern erzählt, wie es ist, einem Alien die Hand zu schütteln. Aber es gab keine Spuren von Leben und auch keine von UFOs.

                                                                                                                                                                                                         

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